Ein Camp in der Berufswelt

Im Rahmen des Projekts "Zukunft fördern" der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und der Landesregierung besuchen im Jahr 2008 rund 12.000 Schülerinnen und Schüler 286 Berufsorientierungscamps.

21.08.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

66 Achtklässlerinnen und Achtklässler aus ganz Nordrhein-Westfalen lernen in den kommenden drei Tagen die Berufswelt auf ganz besondere Art und Weise kennen: Im Rahmen eines "Berufsorientierungscamps" starten sie von der Düsseldorfer Jugendherberge aus zu Unternehmensbesichtigungen, "kämpfen" sich durch einen Berufsparcours und erfahren von jungen Auszubildenden viel Wissenswertes aus dem Arbeitsleben. Das "Berufsorientierungscamp" in Düsseldorf ist eine von rund 1.200 Maßnahmen des Innovationsprojekts "Zukunft fördern – vertiefte Berufsorientierung gestalten", mit dem die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit, die nordrhein-westfälischen Ministerien für Schule und Weiterbildung sowie für Generationen, Familie, Frauen und Integration gemeinsam mit der Stiftung Partner für Schule NRW rund 1.000 nordrhein-westfälische Schulen bei der vertieften Berufsorientierung unterstützen. Allein für das Jahr 2008 stellt die Regionaldirektion NRW für "Zukunft fördern" 7,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Stärken erkennen – Ausbildungsabbrüche vermeiden

Neben dem zentralen Berufsorientierungscamp in der Landeshauptstadt, an dem Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die sich an ihren Heimatschulen in Programmen der innerschulischen Berufsorientierung besonders engagierten, werden im Jahr 2008 im Rahmen von "Zukunft fördern" 286 Berufsorientierungscamps an nordrhein-westfälischen Schulen sowie an außerschulischen Lernorten durchgeführt. Rund 12.000 Schülerinnen und Schüler profitieren von dem innovativen Förderangebot. Christiane Schönefeld, Chefin der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit, erläuterte in Düsseldorf die Zielsetzung: "In unseren Berufsorientierungscamps lernen Jugendliche verschiedene Berufe kennen, schätzen ihre Stärken und Schwächen ein und treffen später eine fundierte Berufswahl. Viele Jugendliche kennen die angebotenen Berufe nicht oder haben falsche Vorstellungen davon. Auch deshalb gibt es aktuell rund 19.500 freie Ausbildungsstellen bei den Agenturen für Arbeit, während 41.190 Jugendliche noch auf der Suche sind. Nur wer sich umfassend orientiert und informiert, kann zwischen allen Möglichkeiten wählen. Frühzeitige berufliche Orientierung ist unverzichtbar, wenn wir Ausbildungsabbrüche und Warteschleifen vermeiden und alle angebotenen Ausbildungschancen besetzen wollen."

Bestandteil der Individuellen Förderung

Für Dr. Ulrich Heinemann, Ministerialdirigent im nordrhein-westfälischen Ministerium für Schule und Weiterbildung, stellen die Berufsorientierungscamps ein weiteres wichtiges Element zur Individuellen Förderung an nordrhein-westfälischen Schulen dar: "In welchem Berufsfeld Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten am Ehesten entfalten können, ist eine zentrale Erkenntnis, die in den Berufsorientierungscamps für jeden Jugendlichen einzeln gewonnen wird. Dieses Wissen wird von den Schulen aufgegriffen und in ihre individuellen Förderprogramme eingebettet. So wird durch ein zielorientiertes Zusammenspiel zwischen Schule und außerschulischen Partnern im Rahmen von "Zukunft fördern" die Berufsorientierung an den nordrhein-westfälischen Schulen nachhaltig gestärkt."

Regionale Unterstützung – landesweites Konzept

Unterstützt wird das Berufsorientierungscamp in Düsseldorf von insgesamt zehn regionalen Unternehmen und Institutionen, die den Jugendlichen Einblicke in ihre Arbeitsprozesse geben und ihnen junge Azubis als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Seite stellen. An der Aktion beteiligen sich: Audi Zentrum Nordrhein, Berufsfeuerwehr Duisburg, Bildungszentrum des Baugewerbes, DB Schenker AG, Deutsche Post AG, Duisburger Hafen AG, Graf-Recke-Stiftung, Metro AG, RWE AG, Universitätsklinikum Düsseldorf. Berufsorientierungscamps wie aktuell in Düsseldorf sind einer von zehn Bausteinen des Innovationsprojekts "Zukunft fördern – vertiefte Berufsorientierung gestalten". Mit vielfältigen Förderangeboten – von Berufsorientierungsbüros bis zu Auslandspraktika – soll im Rahmen des Projekts die Ausbildungsreife nordrheinwestfälischer Schülerinnen und Schüler gesteigert werden. Roland Berger, Vorstand der Stiftung Partner für Schule NRW, die das Projekt umsetzt, betonte am Rande des Berufsorientierungscamps die Vielseitigkeit des "Zukunft fördern"-Konzeptes: "Innovative Wege bei der Berufsorientierung eröffnen Jugendlichen neue Perspektiven und machen zugleich Spaß. Das wird in den Berufsorientierungscamps besonders deutlich. Im Rahmen von "Zukunft fördern" profitieren über 1000 allgemein bildende weiterführende nordrhein-westfälische Schulen von kreativen Fördermaßnahmen zur Berufsorientierung – schulformspezifisch, problemlösungsorientiert und praxisnah." Weitere Informationen zu "Zukunft fördern – vertiefte Berufsorientierung gestalten" finden Sie unter www.zukunft-foerdern.nrw.de.



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