Ein Computer für 14 Schüler

An sächsischen Schulen gibt es durchschnittlich einen Computer für 14 Schüler. Damit hat sich die PC-Ausstattung in den letzten Jahren sprunghaft verbessert und liegt mittlerweile unter dem von der EU zum Ziel gesetzten Verhältnis von 15 zu eins, so das Kultusministerium. Ende der 90er Jahre drängelten sich in Sachsen 108 Schüler vor einem PC-Bildschirm.

04.03.2005 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Wesentlicher Grund für diese rasante Entwicklung ist das Medios-Programm des Kultusministeriums, über das die Anschaffung von Computertechnik seit 2001 aus EU-Mitteln gefördert wird. Das Programm läuft im nächsten Jahr aus. "Ob ein Folgeprogramm aufgelegt wird ist nicht sicher. Die Kommunen sollten daher jetzt die Förderung beantragen, bevor es zu spät ist", sagte Kultusminister Steffen Flath. Schließlich würden Computer auch zur Umsetzung der neuen Lehrpläne benötigt.

Nach den neuen Lehrplänen sollen Schüler im Fachunterricht auch im Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien geschult werden. Bis Ende 2006 gelte es daher, die verbleibenden Fördermittel vor allem dazu einzusetzen, noch vorhandene Lücken zu schließen, so Flath.

Seit Beginn des Medios-Förderprogramms im Jahr 2001 flossen rund 72 Millionen Euro in die Computer-Ausstattung von Schulen. Damit wurden 21.400 zusätzliche Schüler-PCs und 3.800 zusätzliche Lehrer-PCs angeschafft. Hinzu kommt der Ersatz von zahlreichen alten PCs, die den Anforderungen nicht mehr gerecht wurden. 27.100 Computer erhielten einen Internet-Zugang.

Gefördert werden über das MEDIOS-Programm übrigens nicht nur PCs, Drucker, Beamer oder Scanner, sondern auch Lehr- und Lern-Software sowie Technik zur Sicherung des Kinder- und Jugendschutzes. 75 Prozent einer solchen Maßnahme finanziert der Freistaat, die restlichen 25 Prozent der Kosten müssen die Schulträger aufbringen.


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