"Eine Schule für Alle bringt mehr Jugendliche zu Schulabschlüssen"

Als "unverantwortliche Stimmungsmache von Herrn Scheuerls Elbvorortinitiative" kritisiert der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft / GEW Hamburg, Klaus Bullan, Scheuerls Versuch, die Ergebnisse einer aktuellen Kleinen Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten Ties Rabe (SPD) zu Lasten der Gesamtschulen zu interpretieren. Walter Scheuerl tritt mit seiner Initiative für den Erhalt der Hamburger Gymnasien ab Klasse 5 ein. Ties Rabes Anfrage hatte ergeben, dass die Quote der Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, je nach Stadtteil in Hamburg unterschiedlich hoch ist.

17.09.2008 Hamburg Pressemeldung GEW Hamburg

Bullan: "Fakt ist: Hamburg bildet bundesweit die traurige Spitze – mehr als 10 Prozent aller Schülerinnen und Schüler verlassen hier die Schule ohne Abschluss. Dass die so genannten ´Schulabbrecher´ vor allem in sozial benachteiligten Stadtteilen wohnen und davon überproportional Kinder mit Migrationshintergrund betroffen sind, ist ein längst bekannter bildungspolitischer und sozialpolitischer Skandal, der dringend beendet werden muss.

Die Antwort des Senats auf die kleine Anfrage von Ties Rabe bestätigt diesen Befund. Sie bestätigt aber auch, dass die Lage viel mit der Schulstruktur zu tun hat. Wenn in St. Pauli 61 Prozent der Schüler ohne Abschluss bleiben, in Rotherbaum dagegen null Prozent, so liegt das auch daran, dass es in St. Pauli keine Schulen gibt, die weiterführende Abschlüsse bieten. An den skandalösen Zahlen sind nicht, wie Gymnasialverfechter Scheuerl behauptet, die Gesamtschulen schuld, sondern die ungleiche Verteilung der Möglichkeiten, zu einem qualifizierten Schulabschluss zu gelangen. Die Antwort des Senats belegt: Nur eine Schule für Alle kann sicherstellen, das auch die Kinder in benachteiligten Stadtteilen endlich in Schulen kommen, die hohe Bildungsabschlüsse ermöglichen."

weitere Informationen finden Sie auch unter:
www.eineschule.de
www.gew-hamburg.de

Ansprechpartner

GEW Hamburg

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