Baden-Württemberg

Eltern sind für den Schulerfolg mitverantwortlich

"Es ist nicht damit getan, die Kinder in der Obhut der Schule zu wissen und darauf zu vertrauen, dass die Lehrer alles schon irgendwie richten werden", sagt der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg, Rudolf Karg, zum morgigen Schulanfang. El­tern und Lehrer sollten Partner sein und müssten sich gemeinsam zum Wohl des Kindes verlässlich um dessen Bildung und Erziehung bemühen.

13.09.2010 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Alle Schüler sind auf dauerhaftes Interesse an ihrer Person und ihrer Arbeit an­gewiesen. Aber die entscheidenden Grundlagen für eine "erfolgreiche Bildungs­laufbahn" werden nicht erst im Kindergarten oder in der Grundschule gelegt, sondern unmittelbar nach der Geburt des Kindes, daheim in der Familie. Eine positive Einstellung der Eltern zum Leben, zum Lernen und zu den Bildungsein­richtungen sowie eine verlässliche, behutsame Unterstützung verstärken die Mo­tivation der Kinder und deren Bereitschaft, etwas zu lernen.

Das tägliche Interesse der Eltern an den Lernfortschritten ihres Kinder sowie die Würdigung ordentlich gemachter Schul- und Hausaufgaben geben nicht nur Erstklässlern das Gefühl für die Wichtigkeit und Wertigkeit ihrer Arbeit.

Der VBE-Vorsitzende rät Eltern, sich intensiv für das Tun ihrer Söhne und Töchter zu interessieren und sich regelmäßig Zeit für sie zu nehmen. Der Ver­bandschef wörtlich: "Hören Sie Ihren Kindern zu, sprechen Sie mit ihnen; fra­gen Sie nach, nehmen Sie teil am Leben Ihres Kindes und suchen Sie bei Pro­blemen zusammen nach Auswegen. Versuchen Sie, wann immer es geht, Mahl­zeiten gemeinsam einzunehmen. Spielen Sie mit ihren Kindern und lesen Sie ihnen häufig vor. Vorlesen schafft nicht nur körperliche Nähe, sondern motiviert Kinder, selber ein Buch in die Hand zu nehmen und darin zu schmökern."

Schüler entwickeln sich vor allem dann positiv, wenn sie Zuwendung, Auf­merksamkeit und Anerkennung erfahren, Ermutigung statt Entmutigung, Geduld statt Ungeduld. "Das sollten Elternhaus und Schule gerade in den unruhigen Zei­ten gesellschaftlichen Umbruchs in besonderem Maße beherzigen", rät Rudolf Karg anlässlich des morgigen Schulbeginns.


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