Bildungschancen

Elternwille muss Vorrang haben

(red/pm) Die Landtags-Grünen sehen es als längst erwiesen an, dass die Bildungschancen in Bayern "höchst ungleich verteilt" sind. Manche Schülerinnen und Schüler zögen beim Übertritt den Kürzeren, weil sie einen Migrationshintergrund hätten, im ´falschen` Viertel oder in der ´falschen` Region wohnen würden oder Buben seien.

03.07.2015 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

"In Bayern kommt diese Ungerechtigkeit besonders zum Tragen, weil die Schülerinnen und Schüler hier wie in keinem anderen Bundesland auf verschiedene Schularten sortiert werden", erklärt der bildungspolitische Sprecher Thomas Gehring. "Die Zuteilung rein nach Noten spiegelt eine Scheinobjektivität vor und ist damit ungerecht."

Die Landtags-Grünen fordern einen Ersatz der verbindlichen Grundschulempfehlung und der verpflichtenden Vorgabe eines bestimmten Notendurchschnitts durch eine qualifizierte Beratung der Eltern und ein freies Elternwahlrecht (verankert im BayEUG). "Es müssen neue Schulformen wie beispielsweise Gemeinschaftsschulen ermöglicht werden", so Thomas Gehring. "Und zwar mit einer differenzierten Förderung nach Klasse vier in der Schule." Das sei gerade in Regionen mit unzureichendem Schulangebot und angesichts des demographischen Wandels dringend geboten, um die Bildungsgerechtigkeit in Bayern sowohl sozial als auch regional zu verbessern.


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