Erster "Tag des politischen Gesprächs" in Schulen am 12. Juni

Ganz im Zeichen des großen Gegenwarts- und Zukunftsthemas "Klimawandel" steht der erste "Tag des politischen Gesprächs" an rheinland-pfälzischen Schulen am 12. Juni. "Ein wichtiges Ergebnis der Jugend-Enquetekommission des Landtags in der vergangenen Wahlperiode des Landtags war, dass direkte Kontakte auf Augenhöhe mit aktiven Politikerinnen und Politikern und die Möglichkeit ein Thema, durch eigene Projekte quasi zu "erarbeiten", die Distanz von jungen Menschen zur Politik abbauen helfen. Daher hat das Bildungsministerium in Kooperation mit dem Landtag für den 12. Juni 2008 den ersten landesweiten Tag des politischen Gesprächs ausgerufen. Als Schirmherr konnte der frühere Leiter der UN-Umweltbehörde, Prof. Dr. Klaus Töpfer, gewonnen werden", hielten Bildungsministerin Doris Ahnen und Landtagspräsident Joachim Mertes fest. Mehr als 40 Schulen im Land hätten das Angebot bereits im ersten Jahr aufgegriffen, ergänzte Doris Ahnen.

10.06.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Der "Tag des politischen Gesprächs" sei an einer Vielzahl von Schulen in Projekttage oder Projektreihen eingebettet, so die Ministerin. Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner seien in den meisten Fällen die örtlichen Landtagsabgeordneten. Es gebe aber auch Gespräche mit anderen Fachleuten, Bundestagsabgeordneten oder mit politisch aktiven Gruppen, die zum Kreis der Nichtegierungsorganisationen zählen. Am Trifels-Gymnasium in Annweiler diskutierten beispielsweise Schülerinnen und Schüler mit dem Landtagsabgeordneten Alexander Schweitzer (SPD) und der Umweltreferentin der Arbeitsstelle Frieden & Umwelt in der evangelischen Kirche der Pfalz, Bärbel Schäfer, über die christlichen Grundlagen der Bewahrung der Natur und Schöpfung. Der berufsbildende Zweig der Maria-Ward-Schule in Mainz wolle nach einer Vor-Ort-Recherche auf dem Mainzer Wochenmarkt im Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Dorothea Schäfer (CDU) über die Rolle und Bedeutung regional erzeugter Lebensmittel reden. In der Robert-Schumann-Schule in Trier stelle sich die FDP-Landtagsabgeordnete Stefanie Lejeune den Fragen von Schülerinnen und Schülern. Die Berufsbildende Schule (BBS) in Lahnstein habe den Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Ökologie der Grünen, Karl-Wilhelm Koch, eingeladen, um mit ihm über individuelle Möglichkeiten, zum Klimaschutz beizutragen, zu diskutieren. Am Rhein-Gymnasium in Sinzig hingegen seien Experten gefragt, die die Politik beraten. So werde ein Vertreter der Umweltschutzorganisation Germanwatch angesichts der bevorstehenden Ferienzeit mit den Schülerinnen und Schülern über den Einfluss des Flugverkehrs auf das Klima sprechen, ein Klimaexperte der Universität Bonn werde daneben die Auswirkungen des Klimawandels auf die Alpenregion erklären. Vorbereitet wird dieser Tag an der Schule mit der vom Bildungs- und vom Umweltministerium geförderten "Klimaexpedition", bei der der Klimawandel anhand von Live-Satelliten-Bildern veranschaulicht und erklärt wird. Die Goldbergschule in Osthofen widme sich konkreten Einsparpotenzialen an ihrer eigenen Schule und habe dazu einen Energieberater und einen Vertreter des BUND eingeladen.

Als Abschluss und zu Nachbereitung des diesjährigen "Tags des politischen Gesprächs" werden alle beteiligten Schulen für den 20. Oktober zu einem großen Symposium eingeladen, auf dem dann nicht nur ausgewählte Ergebnisse aus den Schulen vorgestellt werden, sondern auch der Schirmherr der Veranstaltung, Prof. Klaus Töpfer, als Gesprächspartner zur Verfügung stehen wird. "Wir hoffen, dass die Gespräche und Projekte in den Schulen dazu beitragen, das Interesse an politischen Themen, an Beratungs- und Entscheidungsprozessen weiter zu steigern. Und wir hoffen, dass dies zu einem Ansporn für weitere Schulen im Land wird, im kommenden Schuljahr ebenfalls in das Projekt einzusteigen", erklärten die Bildungsministerin und der Landtagspräsident.

Anlage:
Liste der am "Tag des politischen Gesprächs 2008" teilnehmenden Schulen und ihrer Gesprächspartnerinnen sowie Gesprächspartner (siehe rechte Spalte oben)


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