Erstmals zentrale Abschlussprüfungen in Klasse 10

"Erstmalig nehmen in diesem Jahr gut 49.000 Schülerinnen und Schüler der Realschulen, Hauptschulen, Gesamtschulen und Förderschulen in Niedersachsen an zentralen Abschlussprüfungen im 10. Schuljahrgang teil. An rund 1000 Schulen werden ab heute (1.6.2007) in den Fächern Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache, meist Englisch, zentrale Prüfungsarbeiten geschrieben", teilte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann in Hannover mit. Weitere rund 20.000 Schülerinnen und Schüler von Hauptschulen und Förderschulen absolvierten zeitgleich die zentralen Abschlussprüfungen nach Klasse 9.

01.06.2007 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Eine mündliche Prüfung finde in einem weiteren Fach nach Wahl der Schülerin oder des Schülers statt. "Grundsätzlich gilt in Niedersachsen: Kein Schulabschluss ohne zentrale Prüfung. Auch für den Erwerb eines Abschlusses am Ende des 10. Schuljahrgangs ist die zentrale Abschlussprüfung verbindlich. Die Ergebnisse der Prüfungen bestimmen die Zeugniszensur des jeweiligen Faches zu einem Drittel", sagte der Kultusminister.

Die Geheimhaltung der Aufgaben sei sichergestellt. Erst am Vortag jeder schriftlichen Prüfung könnten Schulleiterinnen und Schulleiter die verschlüsselten Aufgaben aus einem gesicherten Bereich des Internets herunterladen. "Am Prüfungstag starten alle Schülerinnen und Schüler landesweit in der ersten Unterrichtsstunde mit der jeweiligen Prüfungsarbeit", erläuterte Busemann.

Die Ergebnisse der zentralen Prüfungsarbeiten würden im Kultusministerium ausgewertet. Jede Schule erhalte zu Beginn des neuen Schuljahres eine Rückmeldung über die Ergebnisse ihrer Lerngruppen. Diese könne sie mit den landesweit erreichten Durchschnittsergebnissen vergleichen. "Damit können die Konferenzen die Ergebnisse unter Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen der Schule erörtern", machte Busemann deutlich.

"Die zentralen Abschlussprüfungen sind neben Vergleichsarbeiten, Bildungsstandards und Kerncurricula sowie der regelmäßigen Inspektion der niedersächsischen Schulen ein Baustein zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität schulischer Arbeit. Damit tragen sie zur Verbesserung der Startchancen der Schülerinnen und Schüler in ihrem künftigen beruflichen oder schulischen Werdegang bei", so Busemann abschließend.


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