Evangelische Jugend trifft Politik – eine erfolgreiche Zwischenbilanz

Jugendliche für Politik zu interessieren und zugleich den Bedürfnissen und Wünschen von Jugendlichen in der Politik mehr Gehör zu verschaffen, diese beiden Ziele können erfolgreich mit dem Prinzip "come in cont(r)act" erreicht werden. Dieses Fazit zogen Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Jugend in Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Jugendministerin Doris Ahnen bei einer Zwischenbilanz von 24 Kontrakten zwischen Mitgliedern der Evangelischen Jugend und Politikerinnen und Politikern aus dem Land.

16.05.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Vor zwei Jahren hatten 25 Repräsentantinnen und Repräsentanten aus Politik und Kirche sowie mehr als 120 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Evangelischen Jugend in Rheinland Pfalz bei einem jugendpolitischen Symposium in Mainz Vereinbarungen (Kontrakte) zu insgesamt acht politischen Themenkomplexen geschlossen. Heute stellten Jugendliche gemeinsam mit Politikerinnen und Politikern der Bundes-, der Landes- und der Kommunalebene erste Ergebnisse dieser Kontrakte im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur vor.

Die Verringerung der Distanz zwischen Jugend und Politik funktioniere vor allem dann, wenn Begegnungsmöglichkeiten geschaffen würden, bei denen Jugendliche mit Politikerinnen und Politiker "auf gleicher Augenhöhe" in Kontakt treten und diskutieren könnten, resümierten die Jugendvertreterinnen und -vertreter. Die

Begegnung brauche gegenseitige Offenheit und die Bereitschaft, sich im Dialog auf die unterschiedlichen Ausgangslagen, Situationen und Aufgaben einzustellen. Der Abschluss von förmlichen Vereinbarungen oder Kontrakten garantiere dabei nicht nur eine hohe Verbindlichkeit der Vereinbarungen, sondern stärke auch die Nachhaltigkeit der Kontakte. Die gelungensten Projekte der 2005 vereinbarten Kontrakte waren nach Einschätzung der Evangelischen Jugend eine europapolitische Studienfahrt nach Brüssel mit der FDP-Landtagsabgeordneten Nicole Morsblech, ein Treffen von Jugendlichen aus Deutschland, Italien und Frankreich in Stadecken-Elsheim mit Thomas Barth, dem Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Nieder-Olm, und die Vereinbarung mit der SPD-Landtagsabgeordneten Ulla Brede-Hoffmann, zu landespolitischen Debatten über jugend- und bildungspolitische Themen immer wieder Positionen der Evangelischen Jugend einzuholen und diese in die Diskussion auf Landesebene einzuspeisen.

Jugendministerin Doris Ahnen betonte, die Landesregierung unterstütze die politische und gesellschaftliche Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen auf vielfältige Weise. So habe das Land bereits 1999 mit der Einrichtung der "Leitstelle Partizipation" im Jugendministerium eine Vorreiterrolle übernommen, fördere Beteiligungsprojekte in Kommunen wie beispielsweise die Spielleitplanung, die Erstellung von Kinderstadtplänen oder die Arbeit von Jugendparlamenten ebenso wie die Aktivitäten der Jugendverbände, die als Mittler zwischen den Jugendlichen im Land und der Politik eine wichtige Rolle spielten. Wichtige Hinweise zur Weiterentwicklung dieser Beteiligungsmöglichkeiten habe unter anderem die Enquete-Kommission des Landestags "Jugend & Politik" in der vergangenen Legislaturperiode geliefert. Dass diese Hinweise aufgegriffen würden, zeige beispielsweise der für das kommende Schuljahr geplante "Tag des politischen Gesprächs" in den Schulen. "An vielen guten Beispielen zeigt sich heute in unserem Land, dass Jugendliche bereit sind zum öffentlichen Engagement und zur Übernahme von Verantwortung. Eines dieser Beispiele ist die Aktion der Evangelischen Jugend in Rheinland-Pfalz. Solche Aktivitäten weiter zu unterstützen, ist eine Daueraufgabe für die Landespolitik", unterstrich Doris Ahnen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden