Experten für Kinder mit Erziehungsproblemen sind gefragt

Über aktuelle Fragen der Sonderpädagogik tauschten sich nun der Vorstand des Verbandes Sonderpädagogik e.V. Landesverband Bayern mit Kultusminister Siegfried Schneider in München aus. Sie behandelten bei dem Treffen u. a. Erfahrungen mit Ganztagseinrichtungen an Förderschulen sowie Fragen der Einschulung und der sonderpädagogischen Diagnostik.

01.08.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Gute Chancen auf eine Beschäftigung ergeben sich für Lehrer für Sonderpädagogik mit der Fachrichtung Verhaltensgestörtenpädagogik. Dies wurde bei dem Treffen ebenfalls deutlich.

Gegenwärtig spezialisieren sich die meisten angehenden Lehrer für Sonderpädagogik auf Geistig- und Lernbehindertenpädagogik. So hatten sich im vergangenen Wintersemester von den 411 Studienanfängern für das Lehramt für Sonderpädagogik lediglich 46 für die Fachrichtung Verhaltensgestörtenpädagogik entschieden.

Staatsminister Schneider erklärte: "Beim Lehramt für Sonderpädagogik handelt es sich um ein besonders interessantes Lehramt, das umfangreiche Fachkenntnisse ebenso erfordert wie hohes soziales Engagement. Abiturienten sollten dieses Lehramt gezielt in ihre Berufs- und Studienwahlplanung einbeziehen." Entscheidungshilfen dazu könnten u.a. der Zivildienst, das Freiwillige Soziale Jahr oder Praktika an Förderschulen liefern, so der Minister. "Mittelfristig besonders gefragt sind die Fachrichtungen Verhaltensgestörtenpädagogik und Blinden- und Sehbehindertenpädagogik."

Zu einem Studium in der Fachrichtung Verhaltensgestörtenpädagogik können sich Interessenten mit allgemeiner Hochschulreife, aber auch Absolventen von Fach- und Berufsoberschulen sowie unter bestimmten Bedingungen der Fachakademien für Sozial- bzw. Heilpädagogik einschreiben.

Mit dem Studium für das Lehramt für Sonderpädagogik werden künftige Lehrkräfte gezielt auf ihre spätere Tätigkeit an Förderschulen und in allgemeinen Schulen vorbereitet. Ihr Tätigkeitsfeld an allgemeinen Schulen ergibt sich vor allem aus den Mobilen Sonderpädagogischen Diensten. Durch diese erfahren derzeit 17.400 Schüler an allgemeinen Schulen sonderpädagogische Förderung.

Das Studium des Lehramts für Sonderpädagogik können Interessenten in Bayern aufnehmen in den Fachrichtungen: Gehörlosenpädagogik, Schwerhörigenpädagogik, Geistigbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik, Sprachbehindertenpädagogik, Körperbehindertenpädagogik und Verhaltensgestörtenpädagogik. Studienorte sind die Universitäten München und Würzburg.

Die Fachrichtungen Blindenpädagogik und Sehbehindertenpädagogik können nur außerhalb Bayerns studiert werden. Nähere Auskünfte dazu erteilen die entsprechenden Universitäten.


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