FDP-Forderung in keiner Weise umsetzbar
Kultusminister Andreas Stoch weist den Vorschlag der FDP, die G8 und G9-Gymnasien mit derselben Zahl an Jahreswochenstunden auszustatten, als vollkommen unrealistisch zurück: "Hier zeigt sich einmal mehr, wie weit die FDP von der Wirklichkeit in den Schulen entfernt ist."
18.04.2013 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergDie FDP wolle offenbar in Kauf nehmen, dass damit im Land G9-Gymnasien erster und zweiter Klasse entstünden, also mit zwölf Zusatzstunden und ohne. Besonders entlarvend sei, dass die FDP damit der Leistungsfähigkeit der Gymnasien schade.
Würde ihr Vorschlag umgesetzt, hätten G9-Schüler ihrem Vorschlag zufolge wie G8-Schüler auch 194 Jahreswochenstunden Unterricht. Doch G9 heißt ja: ein Schuljahr mehr. Es müssten deshalb rund 30 Stunden für die Klasse elf abgezogen werden. Der Vergleich für die Klassen fünf bis zehn ergibt dann: Realschulen: 183 Stunden, Werkrealschulen 198 Stunden und G9-Gymnasien: 164. Dies würde dazu führen, dass sie rechnerisch einen Tag unterrichtsfrei pro Schulwoche bei 4 Schultagen mit den üblichen 6 Unterrichtstunden am Vormittag hätten – und zwar einschließlich bis Klasse 7. "Also, wir wundern uns sowieso häufig über die bildungspolitischen Ansätze der FDP: Aber das schlägt wirklich dem Fass den Boden aus", erklärt Stoch.
Keine Kommentare vorhanden