Berufsorientierung

Fit für die Zukunft: Realschulen unterrichten ab Herbst das Fach Wirtschaft

An bis zu 30 Realschulen in Nordrhein-Westfalen bekommen die Schülerinnen und Schüler ab Herbst ein neues Fach Wirtschaft. Alle Realschulen sind derzeit aufgerufen, sich bei den Bezirksregierungen um einen Platz im Modellversuch zu bewerben.

12.04.2010 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Der Modellversuch dient dazu, uns konkrete Hinweise zu Inhalt und Umfang eines möglichen Faches Wirtschaft an den Realschulen zu geben", sagte Schulministerin Barbara Sommer. Die beteiligten Schulen sollen einen schulinternen Lehrplan entwickeln und die Auswirkungen auf die Nachbarfächer Erdkunde, Geschichte und Politik prüfen. Sie können das Fach drei Jahre lang für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 einrichten.

"Schülerinnen und Schüler brauchen einen soliden Grundstock an Wirtschaftwissen, das sie in Alltag und Beruf anwenden können", erklärte Ministerin Sommer. "Mit dem Modellfach prüfen wir, wie das Unterrichten von Wirtschaftsthemen an Realschulen weiter verbessert werden kann." Die Schulen entscheiden selbst, ob sie Wirtschaft als Pflichtfach anbieten oder als Wahlpflichtfach, das die Jugendlichen freiwillig wählen. Ein Team aus Realschullehrkräften, das bereits Erfahrungen mit Wirtschaftsprojekten im Unterricht gesammelt hat, unterstützt die Schulen.

Professor Werner A. Halver vom Wirtschaftsinstitut der Hochschule Ruhr West begleitet den Modellversuch wissenschaftlich.

In Nordrhein-Westfalen gibt es 559 Realschulen. An Hauptschulen und Gesamtschulen gibt es das Fach "Wirtschaft" bereits. Die Schülerinnen und Schüler können es als Teil des Lernbereichs Arbeitslehre wählen, der aus den drei Fächern Wirtschaft, Technik und Hauswirtschaft besteht. Am Gymnasium hat jeder Schüler in der Sekundarstufe I das Fach "Politik/Wirtschaft".


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