Integrationshilfe

Flüchtlingskinder: "Task Force" ist weiterhin die Lösung

(pm) Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) fordert sofort ein Konzept, um Lehrkräfte in einem dreimonatigen Kurs in Deutsch als Zweitsprache auszubilden. Diese können und müssen dann flexibel an den Brennpunkten eingesetzt werden, an denen Flüchtlingskinder in die Schulen kommen.

10.09.2015 Artikel

Die abl-Präsidentin Ursula Lay: "Diese Kinder werden weiterhin kommen, sie werden unangemeldet vor der Schultüre stehen. Die abl hat bereits im April auf diesen Umstand hingewiesen, im Juli dann auch gemeinsam mit dem BLLV. Die Reaktionen der Politik waren leider extrem verhalten. Wichtige Zeit wurde verschenkt!

Die Kernforderung der abl ist nach wie vor die Schaffung einer Task Force. Diese ist eine mobile Gruppe von Lehrkräften, die bis zu drei Monate an einem Standort eingesetzt wird, an dem besonders viele Flüchtlingskinder angekommen sind. Sie sollen die Schulen vor Ort unterstützen. Die Fortbildungskurse für Deutsch als Zweitsprache (DaZ), die die Mitglieder der "Task Force" im Vorfeld durchlaufen haben, müssen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Unabdingbar ist eine rasche und kontinuierliche Bestandsaufnahme, wie viele Flüchtlinge in den Schulen angekommen sind. Nach Einschätzung der abl benötigen wir in Bayern vorerst pro Regierungsbezirk 100 Lehrkräfte. Nach Bedarf muss stetig nachqualifiziert werden. Jetzt und in den kommenden Monaten muss vorausschauend begonnen werden, die Lehrkräfte weiterzubilden. Den hochqualifizierten Absolventen aller Schularten kann der Staat damit eine sinnvolle Zukunftsperspektive schaffen.

Darüber hinaus appellieren die Präsidenten und Vorsitzenden der Lehrerverbände in der abl, dass die Staatsregierung einen realistischen Nachtragshaushalt für den Bildungsbereich erstellt. Die Politik muss die Realität anerkennen und verantwortlich handeln.


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