Förderung

Kultur macht stark

Mit lokalem Engagement Bildungschancen für Kinder und Jugendliche nach der Pandemie nachhaltig verbessern. Bereits eine Million Teilnehmende im Förderprogramm „Kultur macht stark“.

10.08.2021 Bundesweit Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Bundesbildungsministerin Anja Karliczek besuchte gestern ein Projekt zur Leseförderung in Wuppertal, das durch die Stiftung Lesen aus Mitteln des BMBF-Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ unterstützt wird. „Kultur macht stark“ wurde mit Mitteln des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ des Bundes zusätzlich aufgestockt, um die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche mit Angeboten bereits in den Sommerferien abzumildern.

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:

„Kinder und Jugendliche, deren Chancen auf Bildung und persönliche Entwicklung durch die Pandemie stark beeinträchtigt waren, brauchen unsere Unterstützung. Dazu leistet auch unser erfolgreiches BMBF-Programm ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘ einen Beitrag, und zwar insbesondere für Kinder und Jugendliche, die ansonsten kaum Zugang zu außerschulischen Aktivitäten haben. ‚Kultur macht stark‘ bewegt einiges: Über eine Million Kinder und Jugendliche haben seit 2013 in ganz Deutschland an über 33.000 Projekten teilgenommen. Mit jährlich bis zu 50 Millionen Euro fördern wir spannende außerschulische Angebote, Ausstellungsbesuche, Theaterworkshops, Leseclubs und Vieles mehr. Vor einer Woche haben wir das Programm für weitere fünf Jahre verlängert.

Um Lernrückstände aufzuholen und die persönliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen nach den Einschränkungen zu fördern, hat der Bund das Aktionsprogramm ‚Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche‘ für 2021 und 2022 ins Leben gerufen. Auch ‚Kultur macht stark‘ erhält daraus zusätzliches Geld. Viele Bündnispartner von ‚Kultur macht stark‘ haben kurzfristig bereits für die Schulferien ihr Angebot erweitert und machen tolle Projekte. Leseförderung ist dabei enorm wichtig. Die Stiftung Lesen hat mit den Leseclubs wirklich ein sehr schönes Konzept. Lesen ist eine Basiskompetenz, die jeder Mensch für den Zugang zur Welt und zur vollen Teilhabe an unserer Gesellschaft braucht. Lesen vermittelt Wissen, bildet auch die Persönlichkeit, Lesen öffnet Augen und Herz. ‚Kultur macht stark‘ lebt davon, dass sich Vereine, Bildungs- und Kultureinrichtungen zu lokalen Bündnissen zusammenfinden und passende Angebote vor Ort schaffen. Und dass engagierte Menschen, oft ehrenamtlich, die Projekte durchführen. Der Leseclub Wuppertal ist dafür ein gutes Beispiel.“

Dazu erklärt Sabine Uehlein (Geschäftsführerin Programme der Stiftung Lesen:

„Lesekompetenz ist die Basis für Bildung und eröffnet neue Perspektiven. In über 450 Bündnissen für Bildung in „Kultur macht stark“ leisten die Leseclubs und media.labs der Stiftung Lesen jede Woche einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Besonders während der Corona-Pandemie haben unsere Bündnisse erstaunliche Resilienz und Kreativität bewiesen und den Kontakt zu ihrer Zielgruppe gehalten. Das zeigt, wie krisenfest und zukunftsträchtig das Projekt „Mit Freu(n)den lesen“ ist. Die Corona-Zeit hat uns daher nur in unserer Zielsetzung bestärkt, in allen Kommunen Leseclubs und media.labs zu etablieren, um Kindern und Jugendlichen von überall einen niedrigschwelligen Zugang zum Lesen zu ermöglichen.“

Hintergrund

Fast ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland wächst aktuell in einer schwierigen sozialen Situation auf. Immer noch haben Kinder und Jugendliche aus Elternhäusern mit geringen bildungsrelevanten Ressourcen weniger Zugang zu außerschulischen kulturellen Bildungsangeboten.

Das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert seit 2013 mit bis zu 50 Millionen Euro jährlich bundesweit außerschulische Maßnahmen der kulturellen Bildung für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche. Umgesetzt werden außerschulische Projekte der kulturellen Bildung von A wie Alltagskultur bis Z wie Zirkus. Die Angebote richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen drei und 18 Jahren, die von Risikolagen betroffen sind. Sie werden vor Ort von Bündnissen für Bildung umgesetzt. Die Angebote ermöglichen in besonderem Maße gesellschaftliche Teilhabe und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten. „Kultur macht stark“ wird von 2023 bis 2027 in einer dritten Förderphase fortgesetzt. Das BMBF stellt dafür insgesamt bis zu 250 Millionen Euro in Aussicht.


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