Führung gestalten – mehr Qualität durch mehr Verantwortung
"Der Bayerische Philologenverband sieht die Notwendigkeit, die bestehende Eigenverantwortung von Schulen zu optimieren und auszubauen. Um die hohe Qualität des bayerischen Gymnasiums weiterhin zu gewährleisten, müssen wir vom Bestehenden ausgehen und klar machen, dass zusätzliche Ressourcen für verbesserte Führungsstrukturen unabdingbar sein werden. Die Lehrkräfte an den Schulen gilt es bei dem Projekt der erweiterten Schulleitung von Anfang an mit einzubeziehen", führt der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt aus. Bisherige Rückmeldungen belegen, dass nur etwa 60 Prozent der Betroffenen den bisherigen Vorschlägen positiv gegenüberstehen.
03.02.2012 Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)Funktionenkatalog ein Garant für die Qualität des bayerischen Gymnasiums!
Es ist unbestritten, dass ein großer Teil der hohen Qualität des bayerischen Gymnasiums auf die exzellente fachwissenschaftliche Ausbildung der bayerischen Philologen und auf die ständige Qualitätssicherung des Unterrichts durch die Fachbetreuer zurückzuführen ist. "Bei der Umsetzung von mehr Eigenverantwortung kann es nicht darum gehen, nur Fachbetreuerstellen mit Leitungsstellen zu tauschen, es muss vielmehr um Qualitätsentwicklung insgesamt gehen!", so Schmidt. "eine notwendige Weiterentwicklung darf Bewährtes nicht gefährden!"
Keine zusätzlichen Führungsaufgaben zum Nulltarif!
Unser oberster Dienstherr hat mit der Schaffung des neuen Dienstrechts, beispielsweise durch eine massive Erhöhung der Zahl der zu Beurteilenden, eine Fülle neuer zeitintensiver Aufgaben geschaffen. Eine kostenneutrale Übernahme solch zusätzlicher Führungsaufgaben ist illusorisch: "Überlastete Führungskräfte können weder motivieren noch als Vorbilder dienen", gibt Schmidt zu bedenken, "deswegen benötigen Lehrkräfte, die mit Führungsaufgaben betraut und in der Qualitätssicherung tätig sind, ein ausreichendes Zeitkontingent für ihre Tätigkeit."
Die Einführung des G 8 war ein beispielloser Kraftakt in der jüngeren bayerischen Schulgeschichte, der viele Kolleginnen und Kollegen bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gebracht hat", so Schmidt, "wir benötigen deswegen eine behutsame und maßvolle Weiterentwicklung der bestehenden Führungsstrukturen in enger Abstimmung mit den Betroffenen".
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