Niedersachsen

Fünf Prozent der Jugendlichen ohne Schulabschluss

Der Anteil niedersächsischer Jugendlicher ohne Hauptschulabschluss bzw. mit weniger als einem Hauptschulabschluss bezogen auf den Durchschnittsjahrgang der 14- bis unter 16-Jährigen ist im Jahr 2013 erneut gesunken. Damit wird im Land ein historischer Tiefststand von 5,0 Prozent erreicht, wie eine aktuelle Auswertung des Niedersächsischen Kultusministeriums für den Schulabsolventenjahrgang 2013 belegt. Im Entlassungsjahr 2012 lag der Anteil der Jugendlichen, die die Schule ohne Hauptschulabschluss bzw. mit weniger als einem Hauptschulabschluss verließen, bei 5,4 Prozent.

16.04.2014 Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Ein Schulabschluss ist die Basis für den Einstieg in das Berufsleben und für gesellschaftliche Teilhabe. Die positive Entwicklung mit einem immer geringer werdenden Anteil von Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss ist auch das Ergebnis der guten Arbeit der Schulen in der Berufsorientierung. Die Lehrkräfte und Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen engagieren sich mit Herzblut, damit Schülerinnen und Schüler in ihren Ausbildungsmöglichkeiten und Berufswahlkompetenzen gefördert werden", erklärte hierzu der Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium Peter Bräth.

Maßnahmen zur Berufsorientierung umfassen die Durchführung von Kompetenzfeststellungsverfahren an Praxistagen und Betriebspraktika, aber auch enge Kooperationen mit berufsbildenden Schulen und die Gründung von Schülerfirmen. "Ein früher Praxiskontakt und eine intensive Kompetenzanalyse können ganz entscheidend dazu beitragen, dass der Übergang von der Schule in den Beruf gelingt", sagte Bräth.

Das Land wird seine Anstrengungen im Bereich der Berufsorientierung daher weiter verstärken und hat hierfür mehr Mittel bereitgestellt. So ist das so genannte "Hauptschulprofilierungsprogramm" mit rund 13 Millionen Euro jährlich finanziell bis 2016 abgesichert worden. Im "Hauptschulprofilierungsprogramm" werden Schülerinnen und Schüler an Hauptschulen, in Hauptschulzweigen zusammengefasster Schulen, an Oberschulen und in Kooperativen Gesamtschulen sowie in Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen von sozialpädagogischen Mitarbeitern unter anderem bei Bewerbungen unterstützt.

Das Niedersächsische Kultusministerium hat außerdem auch mehr Geld für die gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit betriebene Koordinierungsstelle Berufsorientierung zur Verfügung gestellt: In den Jahren 2014 bis 2017 stehen jährlich Barmittel in Höhe von einer Million Euro bereit. Durch weitere Fördermittel der Bundesagentur für Arbeit steigt das Finanzvolumen der Koordinierungsstelle Berufsorientierung für Maßnahmen der vertieften Berufsorientierung auf jährlich 2,25 Millionen Euro. Damit intensiviert das Land Niedersachsen sein Engagement im Feld der Berufsorientierung deutlich.


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