Saarland

"Fundierte Berufsorientierung ist ein wichtiges Bildungsziel"

Die weiterführenden Schulen im Saarland bieten seit einem Jahr ihren Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Projektes "Zukunft konkret" eine frühzeitige Vorbereitung auf den Berufswahlprozess an. Zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 geht das Projekt in die zweite Runde. Dies haben die beiden Projektträger, das saarländische Ministerium für Bildung und die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, heute Mittag auf einer gemeinsamen Projektveranstaltung im Bildungsministerium bekräftigt.

15.04.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Um die pädagogischen Methoden zur Berufsorientierung für das zweite Projektjahr weiterzuentwickeln, sind die Projektschulen zu einem großen Erfahrungs- und Informationsaustausch im Bildungsministerium zusammengekommen. Auf einem "Markt der Möglichkeiten" haben unter anderem mehrere Schulen ihre konkreten Projektumsetzungen vorgestellt. Im Anschluss daran haben sich die Lehrerinnen und Lehrer mit Vertretern der saarländischen Wirtschaft und der Kammern zu verschiedenen Aspekten des Projektes und der Berufsorientierung ausgetauscht.

Stephan Körner, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, zeigte sich von dem Engagement der Schulen beeindruckt: "Eine fundierte Berufsorientierung ist ein wichtiges Bildungsziel für allgemeinbildende Schulen. Mit Blick auf einen erfolgreichen Start in die Berufswelt ist es für die Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen von Bedeutung, sich frühzeitig mit der Frage auseinanderzusetzen, was sie beruflich eigentlich machen wollen. Im Rahmen des Projektes Zukunft konkret erhalten sie nicht nur umfangreiche Informationen zu den verschiedenen Berufen. Sie werden zudem dabei unterstützt, ihre eigenen Stärken und Neigungen zu ermitteln."

Nach Auffassung der Regionaldirektion sind die Probleme am Ausbildungsmarkt nicht alleine dadurch zu lösen, dass ausreichend Ausbildungsstellen zur Verfügung gestellt werden, vielmehr müssten auch die Jugendlichen gezielt und nachhaltig bei der Berufswahlvorbereitung unterstützt werden. Die Leiterin der Regionaldirektion, Heidrun Schulz, sieht daher im Projekt "Zukunft konkret" einen wichtigen Baustein in der Berufsorientierung. "Vertiefte Berufsorientierung und Berufseinstiegsbegleitung ergänzen mittlerweile das traditionelle Angebot der Schulen und der Agenturen für Arbeit für den Übergang von der Schule in den Beruf auf ideale Weise", meinte Schulz.

Die Kosten für die Projektumsetzung in den Schuljahren 2009/2010 und 2010/2011 belaufen sich auf insgesamt rund 3,6 Millionen Euro. Sie werden von dem Bildungsministerium und der Regionaldirektion zu je 50 Prozent übernommen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden