GEW: alle Lehrerstellen zum 1. Februar besetzen!
Mit einer "Frühbucher-Aktion" versucht das Schulministerium, die zum Jahresbeginn examinierten Referendare an die Schulen in NRW zu binden. Erstmalig können sich Junglehrer im laufenden Ausschreibungsverfahren auch auf Stellen bewerben, die nicht zum 1. Februar, sondern erst zum neuen Schuljahr im August nächsten Jahres zu besetzen sind. Das sind immerhin gut 2.100 der knapp 5.500 jetzt im Internetportal LEO veröffentlichten Stellen.
24.11.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-WestfalenDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat Schulministerin Barbar Sommer jetzt in einem Schreiben aufgefordert, alle Stellen bereits zum 1. Februar zu besetzen. Hilfsweise soll das Schulministerium den Junglehrern zusichern, mit befristeten Arbeitsverträgen die Zeit bis zum Schuljahresbeginn zu überbrücken. Diese Zusage müsse für alle Schulformen und Bewerberinnen und Bewerber gelten.
Nach dem Referendariat gibt es in der Regel kein Arbeitslosengeld, so dass viele Bewerberinnen und Bewerber unter die Regelungen von Hartz IV fallen. Dies sei nicht zumutbar, so GEW-Chef Meyer-Lauber. Für einen großen Teil der Betroffenen käme ansonsten auch eine Einstellung in einem anderen Bundesland in Frage, zumal für manche von ihnen auch die mögliche Verbeamtung vom Einstellungstermin abhänge.
"Dann sind sie für NRW verloren", mahnte der GEW-Landesvorsitzende. Die Schulen könnten die jungen Leute auch schon jetzt gut gebrauchen, nicht zuletzt auch für die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler.
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