GEW: Bessere Bedingungen für Fachlehrer/innen

Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich für eine bessere Bezahlung der etwa 5.000 Fachlehrer/innen und Technischen Lehrer/innen in Baden-Württemberg ein. „In keinem anderen Bundesland ist die Einstiegsbesoldung für Fachlehrer/innen und Fachlehrer so niedrig wie in Baden-Württemberg“, sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, Rainer Dahlem, am Samstag (18.11.) auf einer landesweiten Tagung der Fachlehrer/innen in Karlsruhe.

18.11.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Unter den 116.000 Lehrer/innen gibt es 5.000 Fachlehrer/innen an allgemein bildenden Schulen. Obwohl sich im Alltag die Aufgaben der Pädagog/innen kaum unterscheiden, haben Fachlehrer/innen eine höhere Unterrichtsverpflichtung und erhalten weniger Geld als ihre Kolleg/innen. Beim Berufseinstieg verdient eine Fachlehrer/in etwa 1.900 Euro.

Die GEW schlägt vor, die Pädagogischen Fachseminare für Fachlehrer/innen aufzulösen und die Ausbildung der Fachlehrer/innen und Technischen Lehrer/innen in die allgemeine Ausbildung der Lehrer/innen zu integrieren. Fachlehrer/innen und Technische Lehrer/innen sollten das Deputat der Schulart, an der sie unterrichten, erhalten. Es müsse für sie möglich sein, sich für Funktionsstellen wie Schulleitung und stellvertretende Schulleitung zu bewerben.

Fachlehrer/innen müssen außerdem bis zu 15 Jahre auf Beförderungen warten. „Es ist in höchstem Maße ungerecht, wenn ausgerechnet die Gruppen mit der geringsten Bezahlung auf der Wartebank sitzen. Welches Unternehmen wartet mit den Beförderungen seiner Angestellten bis kurz vor deren Ruhestand?“, so Dahlem.

Die Fachlehrer/innen und Technischen Lehrer/innen erhalten als Vergütung zwischen A 9 und A 12 und müssen zwischen 28 und 31 Unterrichtsstunden wöchentlich unterrichten. Für die Ausbildung zum Fachlehrer bzw. Technischen Lehrer wird die Mittlere Reife benötigt.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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