GEW: Erste Reaktion auf die Pressekonferenz zum Schuljahresauftakt von Schulministerin Sommer
Enttäuscht zeigte sich GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber über die Ausführungen auf der Pressekonferenz von Schulministerin Sommer heute in Düsseldorf.
19.08.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-WestfalenZu den wesentlichen Fragen der Schulen habe Sommer keine Antworten gegeben: "Was tut das Ministerium für kleinere Klassen? Wie bekommen Schulleitungen und eigenverantwortliche Schulen mehr Zeit für ihre Arbeit? Wird die befristete Erhöhung der Lehrerarbeitszeit zum nächsten Halbjahr zurück genommen?" fragte der GEW-Landesvorsitzende.
Beim Zentralabitur lasse sich Frau Sommer offenkundig von dem Motto "Wie werde ich die Verantwortung los?" leiten. Zur vorgelegten Auswertung des Abiturs 2008 merkte Meyer-Lauber an: "Den seit langem bekannten Unterschied der Durchschnittsnoten beim Abitur zwischen Gymnasien und Gesamtschulen kann man mit einem kurzatmigen Maßnahmenbündel ohne weitere Ressourcen nicht wirkungsvoll ausgleichen. Die Ministerin macht mit altbekannten Daten weiterhin billige Polemik gegen Gesamtschulen."
Ärgerlich sei die Auskunft der Ministerin, die Landesregierung habe 494 Lehrerstellen neu geschaffen. "Davon sind nach Auskunft des Ministerpräsidenten von letzter Woche 730 nicht besetzt." Meyer-Lauber abschließend. "Diese Rechenkunst der Regierung können die Schulen nicht nachvollziehen."
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