GEW fordert vom Landesverwaltungsamt: Verunsicherung über "Versetzungswelle" an Gymnasien und Sekundarschulen beseitigen

In den letzten Tagen häufen sich Nachfragen von Eltern, Schülern und Lehrern bei der GEW, ob eine neue "Versetzungswelle" bevorstehe. Gemeint ist, ob alle Lehrkräfte, die zum Schuljahr 2005/06 von Sekundarschulen zur Absicherung des Unterrichtes an Gymnasien versetzt worden sind (das waren ca. 450), in den kommenden drei Schuljahren an die Sekundarschulen zurückversetzt werden sollen.

24.04.2008 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

"Eine solche `Rückversetzungswelle` ist unseres Wissens weder vom Kultusministerium bzw. dem Landesverwaltungsamt geplant, noch fände eine solche Maßnahme die Zustimmung der GEW, der Lehrerbezirkspersonalräte und des Lehrerhauptpersonalrates", erklärte GEW-Landeschef Thomas Lippmann am heutigen Donnerstag.

"Leider sind die Anfragen aber nicht aus der Luft gegriffen", sagte er. Einige schulfachliche Referenten und Schulleitungen hätten offensichtlich das Gerücht von der "Rückversetzungswelle" in die Welt gesetzt. Lippmann kritisierte solche Aussagen "im Hinblick auf eine verantwortungsvolle Arbeit an den Schulen als unsachlich und unverantwortlich."

Die GEW fordert deshalb vom Landesverwaltungsamt eine Klarstellung. "Wir brauchen alles andere als Verunsicherung und Aufregung bei Eltern, Schülern und Lehrern," sagte Lippmann.

Wenn für das kommende Schuljahr der Fachbedarf an den Sekundarschulen auch durch Versetzungen von Lehrkräften aus Gymnasien gedeckt werden müsse, gäbe es ein klares Verfahren. Solche Maßnahmen können jedoch nur dann stattfinden, wenn der Bedarf an einzelnen Fächern der Sekundarschule durch das Landesverwaltungsamt nachgewiesen wird. Die Personalräte werden bei jeder einzelnen Maßnahme die fachliche Notwendigkeit und die Zumutbarkeit prüfen.

Weitere Infos unter www.gew-lsa.de

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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