Baden-Württemberg

GEW: Jede Schule braucht Schulsozialarbeiter/innen

"Ich rate Ministerpräsident Stefan Mappus, einen Tag seine Wahlkampftermine abzusagen und dafür eine Schulsozialarbeiterin zu begleiten. Danach wird er wissen, dass es eine unsinnige Vorstellung ist, dass pädagogische Assistenten die Schulsozialarbeit übernehmen können. Unsere Schulen brauchen mehr Schulsozialarbeiterinnen und –arbeiter. Wir erwarten, dass die neue Landesregierung endlich wieder Geld aus dem Landeshaushalt für diese Aufgabe zur Verfügung stellt", sagte am Mittwoch (09.02.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.

09.02.2011 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die Bildungsgewerkschaft weist darauf hin, dass Schulsozialarbeiter/innen, Schulpsychologen und Pädagogische Assistenten unterschiedliche Aufgaben haben und alle an den Schulen dringend gebraucht werden. "Für die Präventionsarbeit, Berufs- und Konfliktberatung brauchen die Lehrerinnen und Lehrer die enge, kontinuierliche Unterstützung durch Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen. Schulen brauchen Zeit und Kompetenzen, um Schüler/innen in jeder Lebenssituation zu stärken und zu stabilisieren. Lehrerinnen und Lehrer können das nicht alleine leisten, dafür gibt es die professionelle Ausbildung der Schulsozialarbeit", sagte Moritz.

Notwendigkeit und Erfolge der Schulsozialarbeit sind unbestritten. 2003 hat die Landesregierung noch 2,18 Millionen Euro dafür ausgegeben, danach aber die Mittel ersatzlos gestrichen. Bereits 1999 empfahl die Enquetekommission "Jugend–Arbeit–Zukunft" den Ausbau von Sozialarbeit an allen Schulen. Der jetzige Staatsminister und ehemalige Kultusminister Helmut Rau hatte mehrfach versprochen, wieder in die Landesförderung der Schulsozialarbeit einzusteigen, wenn die Einnahmen des Landes wieder wachsen.

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GEW Baden-Württemberg

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