GEW Mecklenburg-Vorpommern: "Jetzt in Bildung investieren"
"Jetzt in Bildung investieren", so lautet die zentrale Forderung des diesjährigen Weltlehrertages, der sich auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Mecklenburg-Vorpommern anschließt. Mit einer Festveranstaltung im Ozeaneum in Stralsund machte die Bildungsgewerkschaft heute auf die Situation der Pädagoginnen und Pädagogen in unserem Land aufmerksam.
05.10.2009 Pressemeldung GEW Mecklenburg-Vorpommern"Das Motto des Weltlehrertages ist auch für unser Bundesland aktuell.", betonte Landesvorsitzende Annett Lindner in ihrer Rede zur Eröffnung der Festveranstaltung. "Teilzeit, geringe Bezahlung, unbezahlte Mehrarbeit - das alles ist Alltag für die Kolleginnen und Kollegen. Sie sollen unsere Kinder auf eine aussichtsreiche Zukunft vorbereiten und stehen oft genug selbst am Rande der Gesellschaft. So darf es nicht weiter gehen!", unter der Zustimmung der anwesenden Gäste forderte Annett Lindner deshalb ein Umschwenken in der Strategie der Landesregierung hin zu einer dauerhaften Verbesserung der Attraktivität von pädagogischen Berufen. Sie kritisierte das jüngst verabschiedete Lehrerzukunftsprogramm als nicht ausreichend und unterstrich damit die Haltung der mehr als 3.000 Lehrerinnen und Lehrer, die sich mit ihrer Unterschrift binnen kürzester Zeit der GEW-Aktion "Für dich. Für mich. Für ALLE! - Gemeinsam für eine Verbesserung der Attraktivität des Lehrerberufes!" angeschlossen hatten. "Noch immer gehen täglich zahlreiche Unterschriften in der Geschäftsstelle ein, so dass wir uns entschlossen haben, auch weiteren Kolleginnen und Kollegen die Chance zu geben unsere Forderungen zu unterstützen.", so Annett Lindner weiter.
Sie ging aber auch auf die Rolle der Bildung als Weg aus der Krise ein: "Jede sinnvolle Investition in Bildung ist ein weiterer Schritt heraus aus der Krise. Es darf einfach nicht sein, dass uns neue Autos wichtiger sind als die Zukunft unserer Kinder." Dazu gehört nach Ansicht der GEW auch, dass Bildung unabhängig vom Geldbeutel der Eltern sein muss. "Hier ist, wie auch die letzte OECD-Studie bewiesen hat, Deutschland im Vergleich westlicher Länder ein Entwicklungsland.", stellte Annett Lindner heraus. Gleichzeitig wolle man an einem solchen Tag aber auch über den Tellerrand hinaus schauen. Schon seit langem pflegt die GEW M-V mit Hilfe des Deutsch-Afrikanischen Vereines einen intensiven Kontakt nach Togo. "Auch in diesem Jahr rufen wir zu einer weiteren Spendenaktion auf. Der Erlös soll einem Dorf in Nordtogo zugute kommen." Mit nur 15 Euro Schulgeld kann ein Kind dort ein Jahr lang die Schule besuchen. Die GEW-Kreisverbände der Region Greifswald übergaben einen ersten Scheck in Höhe von 250,- Euro.
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