GEW mit IGLU-Ergebnis zufrieden: Gemeinsame Grundschule für alle Kinder bewährt

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW zeigt sich mit dem heute vorgestellten Ergebnis der IGLU-Studie sehr zufrieden, mahnt aber gleichzeitig die Landesregierung, den Blick für die dringend erforderlichen Verbesserungen an den Grundschulen in NRW nicht zu verschließen.

28.11.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

Das sehr gute Abschneiden der deutschen Kinder im internationalen Vergleich ist nach Auffassung der GEW ein Qualitätsbeweis für die gemeinsame Grundschule, wenngleich sich auch hier eine große Abhängigkeit der Schulleistung von der sozialen Herkunft zeigt.

Dazu erklärte GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber heute in Essen: "Die Lernstandserhebung VERA hat uns noch im Sommer gezeigt, dass ein Drittel der Grundschüler Probleme beim Lesen hat, zwei Drittel der Kinder aus Migrantenfamilien haben eine unzureichende Lesekompetenz." Für weitere Verbesserungen der IGLU-Ergebnisse liege der Schlüssel zum Erfolg im Ausbau des Ganztags und verstärkter individueller Förderung, insbesondere bei der Sprachförderung.

Mit Blick auf die erhebliche soziale Differenz bei der Empfehlung zur weiterführenden Schule erklärte GEW-Landeschef Meyer-Lauber: "Wenn Kinder aus Akademikerfamilien nur 537 Punkte, Arbeiterkinder aber im Schnitt 614 Punkte für eine Gymnasialempfehlung brauchen, ist was faul." Diese Punktedifferenz sei weit größer als im internationalen Durchschnitt. Meyer-Laubers Erklärung: "Grundschullehrkräfte urteilen bei ihren Übergangsempfehlungen stark nach der vermuteten Unterstützung der Kinder durch das Elternhaus, weil die Schulen der Sekundarstufe I das kaum leisten können."

Die heute präsentierte IGLU-Studie ist eine bundesweite Erhebung. Da landesbezogene Daten erst im Herbst 2008 untersucht werden, ist noch unklar, wie die Grundschulen in NRW genau abschneiden.


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