GEW-Umfrage zur Zwangsteilzeit: weitere Ressourcen erforderlich
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen fordert von der Landesregierung die vollständige Abkehr von der Zwangsteilzeit pädagogischer und therapeutischer Fachkräfte in Förderschulen sowie in der Inklusion. Bisher gibt es für die mehr als 1.000 Betroffenen im Land maximal 80-Prozent-Verträge.
07.12.2018 Niedersachsen Pressemeldung GEW Niedersachsen„Nach langem Kampf der GEW will das Land jetzt 400 pädagogischen und therapeutischen Fachkräften die Möglichkeit bieten, ihre Stellen auf 100 Prozent aufzustocken. Die Mittel dafür sind im Haushalt 2019 enthalten. Das ist ein guter Schritt“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth. Nach einer schriftlichen Umfrage der GEW wollen aktuell jedoch bereits 650 pädagogische und therapeutische Fachkräfte in Zwangsteilzeit eine Stellenaufstockung in Anspruch nehmen. Die Gewerkschaft geht in den kommenden Wochen allerdings von weiteren Rückmeldungen aus, so dass die Zahl noch steigen dürfte.
„Wir erwarten, dass alle Zwangsteilzeit-Beschäftigten, die einen entsprechenden Antrag stellen, die Möglichkeit auf Vollzeit bekommen“, forderte Pooth. „Die Zwangsteilzeit verursacht einen hausgemachten Fachkräftemangel. Das muss umgehend behoben werden - die Bereitschaft der Beschäftigten und der Bedarf sind da“, forderte die Landesvorsitzende. Das würde zudem die Notwendigkeit von Nebenjobs und die Gefahr der Altersarmut dieser ohnehin niedrig bezahlten Berufsgruppen entscheidend mindern.
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