Glückwunsch an die neu genehmigten Gemeinschaftsschulen
Die Bildungsgewerkschaft GEW freut sich, dass zum kommenden Schuljahr weitere Gemeinschaftsschulen starten und begrüßt, dass jetzt nur Schulen zugelassen wurden, die eine stabile Zweizügigkeit versprechen.
04.02.2013 Pressemeldung GEW Baden-WürttembergDie GEW ist allerdings über die hohe Zahl von 87 Genehmigungen erstaunt. "Wir gehen davon aus, dass die Schulen der zweiten Tranche weniger Zeit zur Vorbereitung hatten, als die Starterschulen. Ein Blick auf die bestehenden Gemeinschaftsschulen zeigt, dass die Umsetzung der pädagogischen Konzepte und der Aufbau des Ganztagsbetriebs sehr aufwendig sind und diese bisher unzureichend unterstützt werden. Gemeinschaftsschulen sind keineswegs luxuriös, sondern ungenügend ausgestattet", sagte am Montag (04.02.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Die GEW macht sich dafür stark, dass strukturelle Unsicherheiten beseitigt und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt werden. "Die Gemeinschaftsschulen brauchen mehr Zeit für die Entwicklungsarbeit und sie brauchen Zuarbeit aus dem Kultusministerium. Es darf nicht sein, dass Gemeinschaftsschule vielfach neu erfunden wird", betonte Moritz.
Doro Moritz begrüßt die Ankündigung von Kultusminister Andreas Stoch, dass die regionale Schulentwicklungsplanung schnell vorangetrieben wird. "Die Gemeinschaftsschule wird sich nur durchsetzen, wenn die Landesregierung der Schullandschaft klare Vorgaben macht und die Schulentwicklungsplanung mit eindeutigen Kriterien für alle Regionen und alle Schularten zukunftsfähige Lösungen schafft. Das ist im Interesse der Lehrkräfte und der Schulträger dringend nötig", sagte Moritz.
Keine Kommentare vorhanden