Schuljahresbeginn

Großteil der Lehrerstellen bereits besetzt

Die Einstellung neuer Lehrerinnen und Lehrer läuft in Thüringen weiter auf Hochtouren. Bis Anfang August waren bereits 851 bzw. 71 Prozent der in diesem Jahr zu besetzenden Stellen vergeben.

13.08.2019 Thüringen Pressemeldung Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
  • © Kinga/Shutterstock

Insgesamt will der Freistaat in diesem Jahr rund 1.200 Lehrkräfte unbefristet in den Schuldienst holen, neben 900 Nachbesetzungen auch 300 zusätzliche Pädagoginnen und Pädagogen.

Dazu Bildungsminister Helmut Holter: „Thüringen stellt so viele Lehrerinnen und Lehrer ein wie noch nie. Wir ziehen alle Register, um jede offene Stelle auch wirklich besetzen zu können. Das Angebot der Verbeamtung und die bessere Besoldung für Regelschullehrer sind dabei wichtige Anreize. Mit unserer Lehrergewinnungskampagne, deren zweite Plakatwelle gerade gestartet ist, werben wir nicht nur um neue Lehrerinnen und Lehrer, sondern wollen deutlich machen: Lehrersein ist eine vielfältige und fordernde Aufgabe, die mehr gesellschaftliche Anerkennung verdient hat. Es gehört zur Wahrheit dazu, dass die Situation in den Schulen angespannt bleibt. Der bundesweite Lehrermangel macht sich auch in Thüringen bemerkbar. Umso wichtiger ist mir, Wertschätzung für unsere Lehrerinnen und Lehrer zum Ausdruck zu bringen.“
 
Unter den 851 neu eingestellten Lehrerinnen und Lehrern sind 54 Seiteneinsteiger, der prozentuale Anteil liegt demnach bei 6,3 Prozent. „Wenn für eine bestimmte Stelle kein Lehramtsabsolvent gefunden werden kann, sind Seiteneinsteiger eine wichtige Unterstützung. Gerade in den Naturwissenschaften, aber auch in den musisch-künstlerischen Fächern sind Bewerberinnen und Bewerber mit einem Hochschulabschluss willkommen. Nach einem Intensivkurs erhalten sie eine umfangreiche didaktische Nachqualifizierung am Lehrerbildungsinstitut Thillm. Mit einer Seiteneinsteiger-Quote von 6,3 Prozent liegen wir unterhalb des Bundesdurchschnitts. Das zeigt, dass es Thüringen vergleichsweise gut gelingt, voll ausgebildete Lehrkräfte für den Schuldienst zu gewinnen,“ so Helmut Holter.
 
Mit dem neuen Schuljahr tritt auch die Verwaltungsvorschrift zur Umsetzung des DigitalPakts Schule in Kraft, in der die Verteilung der Mittel an die Thüringer Schulträger – Kreise, kreisfreie Städte und freie Träger – geregelt wird. Insgesamt stehen Gelder in Höhe von bis zu 147.075.556 Euro zur Verfügung. Davon sind 10 Prozent für länderübergreifende Investitionsmaßnahmen; 90 Prozent der Mittel gehen unmittelbar an die Schulträger zur Verbesserung der IT-Bildungsinfrastruktur. Mit der Veröffentlichung der Verwaltungsvorschrift im Staatsanzeiger ist der Weg frei für Antragstellungen, Bewilligungen und schließlich auch Ausreichung der Mittel an die Schulträger. Das Bildungsministerium unterstützt die Kreise und kreisfreien Städte bei der Antragstellung.

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