Grundschule mal anders: Kinderrat bestimmt Schulleben mit
Die Idee stammte von einer Schülermutter und sie wurde in die Tat umgesetzt: Als erste Schule in Bayern hat die Grundschule an der Südlichen Auffahrtsallee ein Freiwilliges Soziales Jahr an ihrer Schule eingeführt. Seit dem Schuljahr 2004/05 unterstützt nun ein Abiturient, der sein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler.
02.07.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusDas Aufgabenspektrum ist breit: Der "Freiwillige" hilft Kindern mit Migrationshintergrund beim Deutschlernen, packt beim Sport- und Kunstunterricht mit an, begleitet Klassen bei Ausflügen und ist auch eine große Stütze in der Schulverwaltung. Das ist aber nicht die einzige Innovation, die die Schule im Rahmen des Modellversuchs "MODUS21- Schule in Verantwortung" umgesetzt hat. Sie hat auch einen Kinderrat - von Klasse 1 bis Klasse 4 - eingeführt. Hier treffen sich die Kinder regelmäßig und machen Verbesserungsvorschläge für die Schulgemeinschaft, denn im Zentrum der Schule steht das soziale Miteinander.
Staatssekretär Bernd Sibler und vbw-Präsident Randolf Rodenstock zeigten sich begeistert von den Konzepten der Schule, die vor allem die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler stärken sollen. Staatssekretär Sibler: "Die Grundschule an der Südlichen Auffahrtsallee ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass mehr Eigenverantwortung an den Schulen mit einer Qualitätssteigerung einhergeht. Die Schule hat ihre Freiheiten dahingehend genutzt, um die Schülerinnen und Schüler individueller und besser zu fördern."
vbw-Präsident Randolf Rodenstock betonte bei dem Besuch in der Schule: "Es scheint, als wäre die Handlungsautonomie längst überfällig gewesen. Denn die Erfahrungen an dieser und an allen anderen MODUS-Schulen zeigen, dass die Schulen engagiert sind, gerne mehr Verantwortung übernehmen und damit auch unternehmerisch handeln. Innovation ist kein Automatismus und Kreativität entfaltet sich nicht per Verordnung. Beides aber sind unverzichtbare Erfolgsfaktoren für die Schulqualität. Sie werden durch den größeren Gestaltungs- und Handlungsspielraum ermöglicht. Den Schülern bietet das Projekt einen Erfahrungsraum, der auch für den weiteren Lebens- und Berufsweg wichtig ist."
Der Modellversuch MODUS21 wurde zum Schuljahr 2002/03 gestartet. Er war so erfolgreich, dass bereits nach zweieinhalb Jahren alle Schulen in Bayern die evaluierten Maßnahmen der Projektschulen umsetzen durften. Die Schulordnungen sind dementsprechend überarbeitet worden.
Claudia Piatzer
Pressesprecherin Stiftung Bildungspakt Bayern
Konstanze Lueg
ibw - Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft
Dr. Gisela Stückl
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Kontakt: Stiftung Bildungspakt Bayern, Telefon: 089/2186-2085, Mail:
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