Grundschulen haben zum neuen Schuljahr 1000 Stellen weniger
Hunderte von neu ausgebildeten Lehrkräften sollen zum neuen Schuljahr kein Einstellungsangebot an den Grundschulen erhalten. Nach vorsichtigen Berechnungen der GEW liegt das Minus in den Grundschulen bei über 1.000 Lehrerstellen - für die Gewerkschaft nicht hinnehmbar. In einem Schreiben an Schulministerin Sommer verlangt GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber alle ausgebildeten Lehrkräfte für Grundschulen jetzt auch einzustellen und sie notfalls aus Stellen anderer Schulformen, die mangels Bewerber nicht besetzt werden konnten, zu bezahlen.
23.04.2010 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen"Mögen sich die umliegenden Bundesländer über dieses zusätzliche Angebot gut qualifizierter Lehrkräfte auch freuen, für die Schulentwicklung in NRW bedeutet es einen Aderlass, der nachhaltig negative Folgen für unsere Schulen haben wird", heißt es in dem Schreiben von GEW-Landesvorsitzenden Andreas Meyer-Lauber an Schulministerin Sommer. Eine Antwort aus Düsseldorf steht noch aus.
Das Stellendefizit erklärt sich durch die Entwicklung der Schülerzahlen und eine Blockierung der Vertretungsreserve. Es wurde noch verschärft durch die Entscheidung der Landesregierung, 200 "Sozialindexstellen" für besonders benachteiligte Schüler in die Berufskollegs zu verschieben.
Die Grundschulen brauchten, so Meyer-Lauber, die neu ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer nicht nur zur Sicherung des regulären Unterrichts, sondern auch zur Verkleinerung der Klassen. Außerdem könne mehr Arbeitszeit in die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern investiert werden.
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