Gutachten macht Kosten für Inklusion deutlich
Der Städte- und Gemeindebund hat heute in einer Pressekonferenz mögliche Folgekosten der Inklusion im Schulbereich in NRW am Beispiel der Stadt Essen und des Kreises Borken vorgestellt.
15.07.2013 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW"Der VBE begrüßt das Vorgehen des Städte- und Gemeindebundes", betont Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW. "Beim Thema Inklusion muss in Bezug auf die Kosten mit deutlich mehr Transparenz vorgegangen werden. Dazu trägt das heute vorgestellte Gutachten bei."
Außerdem mache auch dieses Gutachten deutlich, dass Inklusion nicht kostenneutral zu haben ist. Laut des Gutachtens würden allein in der Stadt Essen bis 2019/2020 mindestens 18 Millionen Euro Investitionskosten zusätzlich aufgewendet werden müssen – vor allem für Barrierefreiheit und zusätzliche Räume. "Daraus wird deutlich, dass Inklusion auch im Gebäudebereich erhebliche Investitionen auslöst", so Beckmann.
Der VBE erwartet weitere und Investitionen, die nur gemeinsam von Bund, Ländern und Kommunen gestemmt werden können. Wenn Inklusion gelingen soll, müssten sich alle gemeinsam der Verantwortung stellen. Der VBE-Vorsitzende bekräftigt: "Das, was bisher mit dem Entwurf des 9. Schulrechtsänderungsgesetz festgeschrieben worden ist, weist immer noch erhebliche Mängel auf und legt die Rahmenbedingungen unzureichend fest. Der VBE fordert erneut von der Landesregierung, die tatsächlichen Kosten nicht zu beschönigen und endlich eine umfassende Kostenschätzung auf den Tisch zu legen, damit alle Beteiligten wissen, was auf sie zukommt."
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