Bayern

Gute Grundlage für seriöse Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums

Alle an Schule und Unterricht im Gymnasium beteiligten Verbände, nämlich Direktorenvereinigung, Bayerischer Philologenverband, Landes-Eltern-Vereinigung an den Gymnasien und Landesschülerrat hatten am Freitag auf Einladung von Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer mit Repräsentanten der Staatsregierung, allen voran Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, und der Parteien der Regierungskoalition eine gemeinsame Erklärung zur Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums erarbeitet. Im Mittelpunkt steht in dieser die intensivere Förderung der Schülerinnen und Schüler. Konkret bedeutet dies weniger Unterrichtsausfall, Reduzierung des Stoffs im Lehrplan, mehr Förderung und mehr Zeit. Für das Bayerische Kultusministerium stellt die gemeinsame Erklärung eine gute Grundlage für eine seriöse Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums in seiner achtjährigen Form dar. Bis zum 31. Juli werden die Inhalte weiter präzisiert.

16.07.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Mit seiner schmollenden Ablehnung mit einer unverantwortlichen emotionalen Diktion, die aus dem Bereich der medizinischen Versorgung kommt, stellt sich der BLLV-Präsident erneut ins Abseits. Es ist schade, dass der über die eigene Basis weit hinausreichende Zuständigkeitsanspruch des BLLV auf jede Schulart hier wieder auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte am Gymnasium ausgetragen wird.

Gemeinsame Erklärung von Staatsregierung, Regierungsfraktionen sowie Vertretern von Lehrkräften, Eltern und Schülern zur Reform des Gymnasiums

Am vergangenen Freitag haben Ministerpräsident Horst Seehofer, der Stellv. Ministerpräsident Martin Zeil und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden von CSU, Georg Schmid, und FDP, Thomas Hacker, sowie den bildungspolitischen Sprechern von CSU, Georg Eisenreich, und FDP, Renate Will, mit Vertretern der Bayerischen Direktorenvereinigung, Karl-Heinz Bruckner, des Deutschen und Bayerischen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger und Max Schmidt, der Landes-Eltern-Vereinigung (LEV) an Gymnasien, Susanne Arndt, und des Landesschülerrates Ansgar Münichsdorfer, folgende Maßnahmen und Vorgehensweise vereinbart:

Das bayerische Gymnasium in seiner achtjährigen Form hat sich in seiner Grundstruktur bewährt, es steht für Qualität. Es wird beibehalten.

Folgende Maßnahmen wurden vereinbart:

1. Weniger Unterrichtsausfall.
a. Mehr Stellen und Mittel
- 4,5 Millionen € von Januar bis Juli 2012
- Bereitstellung von 250 Stellen ab September 2012 für den Ausbau der Mobilen Reserve und für Aushilfsmittel im Nachtragshaushalt 2012.

b. Einstieg in die integrierte Lehrerreserve
Ausbau zunächst auf rund 75 Prozent der staatlichen Gymnasien bis 2014 (vorbehaltlich Beschlussfassung im DHH 2013/14).

2. Entlastung der Lehrpläne
- Maßvolle Stoffreduzierung in 11 von 25 Fächern bei Sicherung der Studierfähigkeit
- Abstimmung von Lehrplaninhalten unterschiedlicher Fächer

3. Mehr Förderung
- Frühwarnsystem / Beratung von Eltern und Schülern, verzahnt mit:
- Förderangeboten
- Intensivierungsstunden
- Intensivierungsgruppen, Lerntechniken, Tutoren
- Förderangebote in Block- und Seminarform
- Mehr Zeit für Mathematik und Deutsch
- Vierstündigkeit: Eine Stunde mehr für Mathe in Jahrgangsstufe 8 und für Deutsch in Jahrgangsstufe 10 mit einer verpflichtenden Intensivierungsstunde möglich
Über Auswahl und Einsatz der Förderinstrumente entscheidet jede Schule vor Ort.

- Ausbau der gebundenen Ganztagsangebote am Gymnasium
Alle genehmigungsfähigen Anträge auf Einrichtung gebundener Ganztagsklassen wurden genehmigt und werden auch weiterhin bewilligt.

4. Mehr Zeit
Es wird in der Mittelstufe ein Angebot zusätzlicher Lernzeit von einem Jahr mit pädagogischem Mehrwert für einzelne Schüler gemacht, die entsprechenden Bedarf haben. Die Ausgestaltung wird mit den am Gespräch beteiligten Vertretern präzisiert und am 31.7.2012 im Ministerrat behandelt.


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