Gute Schulbücher – bessere Schüler
(bikl) Zu viele Schüler verlassen die Schule, ohne ausreichend auf den Beruf vorbereitet zu sein. In Baden Württemberg sind es etwa 25 Prozent. "Ein Thema", so erklärte heute Wolf-Rüdiger Feldmann, Geschäftsführer im Cornelsen Verlag auf der Bildungsmesse in Stuttgart, "das uns bundesweit beschäftigen muss." Auch volkswirtschaftlich dürfe Deutschland es sich nicht erlauben, aus diesem System Schule so viele Menschen ohne ausreichende Kompetenzen zu entlassen. Eine Verantwortung, der sich auch die Schulbuchverlage stellen müssten. Cornelsen zum Beispiel lege sehr viel Wert darauf, mit ganz spezifischen Lehr- und Lernmaterialien diesen Anteil abzubauen.
01.03.2005 Artikel200 neue Schulbücher
Allein für Baden Württemberg hat der Berliner Schulbuchverlag jetzt 200 neue Schulbücher auf der Basis der neuen Bildungspläne herausgebracht - für alle Schulformen und für alle Fächer. Ein ganz wichtiger Aspekt dabei, so Feldmann, sei das Überprüfen von erworbenen Kompetenzen. Das also, was die Kultusministerkonferenz mit den Bildungsstandards beabsichtigt.
Lehrerinnen und Lehrer, so Feldmann, brauchen Materialien, um die Kompetenzen der Schüler effizient abprüfen zu können. "Sie brauchen aber auch entsprechende Diagnosetools auf dem Weg dorthin. Schließlich müssen ihnen darüber hinaus Materialien zur Verfügung gestellt werden, die das Fördern und Nacharbeiten leichter ermöglichen." Und Schüler müssten mit den Unterrichtsmaterialien in die Lage versetzt werden, ihre Kompetenzen zu überprüfen, um sie anschließend weiter entwickeln zu können. "Das, so der Schulbuchexperte, "ist die Kunst, die Schulbuchverlage bewerkstelligen müssen."
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