620 neue Lehrkräfte an Hamburgs Schulen
Bildungssenatorin Ksenija Bekeris hat die Einstellungszahlen von Lehrkräften zum neuen Schuljahr bekannt gegeben: Insgesamt 620 neue Lehrerinnen und Lehrer haben am 1. August 2025 ihren Dienst in Hamburg angetreten, 80 mehr als im Vorjahr (August 2024: 540).
25.08.2025 Hamburg Pressemeldung Pressestelle des Hamburger SenatsZusammen mit den bereits im Februar eingestellten 324 neuen Lehrkräften begrüßt die Hansestadt in diesem Jahr damit bereits 944 neue Lehrkräfte an den staatlichen Schulen.
Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Monaten noch weitere Einstellungen für dieses Schuljahr erfolgen. Der Senat begrüßt die neuen Lehramts-Referendarinnen und Referendare am heutigen 25. August, sowie am 8. September die neuen Lehrkräfte mit feierlichen Senatsempfängen im Festsaal des Hamburger Rathauses.
Bildungssenatorin Ksenija Bekeris: „Ich freue mich, dass sich so viele junge Lehrkräfte für Hamburg entscheiden. Angesichts des Lehrermangels in vielen Bundesländern ist es gut zu wissen, dass unsere Stadt und unsere Schulen bundesweit große Anerkennung genießen. Bereits in den Vorjahren konnten Hamburgs Schulen Rekordzahlen an Lehrkräften, Lehramts-Referendarinnen und -Referendaren einstellen und so vakante Stellen besetzen. Das zeigt: Hamburgs Schulen sind sehr gut versorgt, einen allgemeinen Lehrkräftemangel gibt es hier im Unterschied zu anderen Bundesländern nicht.“
Die Zahl der neu eingestellten Lehrkräfte ist seit Jahren sehr hoch, denn die Zahl der Schülerinnen und Schüler ist auch in diesem Jahr gewachsen, und auch die Qualität des Unterrichts wird durch zusätzliche Lehrkräfte und weitere Pädagoginnen und Pädagogen stetig verbessert. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass die Zahl der Neueinstellungen auch in diesem Jahr die Zahl der Pensionierungen deutlich übertrifft: Im Laufe des Schuljahres 2024/2025 wurden 364 Lehrkräfte pensioniert. 2016 hatte die Pensionswelle mit 908 Pensionierungen ihren Höhepunkt erreicht, seitdem sinkt die Zahl der Pensionierungen.
Die vielen Neueinstellungen sowie die so genannte Pensionswelle der vergangenen Jahre haben zu einer deutlichen Verjüngung der Lehrer:innenschaft geführt. Das Durchschnittsalter der gerade neu eingestellten Hamburger Lehrkräfte liegt bei 32,8 Jahren. Die Frauen sind zum Zeitpunkt der Einstellung ein klein wenig jünger, nämlich durchschnittlich 32,6 Jahre alt (Männer: 33,7 Jahre). Das Durchschnittsalter ist gegenüber August 2024 (33,56) um 0,73 Jahre gesunken. Die jüngste Lehrkraft wird mit 25 Jahren eingestellt, die älteste Lehrkraft ist 61 Jahre alt. Das Durchschnittsalter aller Lehrerinnen und Lehrer, die aktuell an Hamburgs staatlichen Schulen tätig sind, beträgt derzeit 44,5 (Stand Juli 2025).
73,6 Prozent der neu eingestellten Lehrkräfte sind Frauen (Männer: 26,4 Prozent). 234 der insgesamt 620 Neueinstellungen werden an den Stadtteilschulen unterrichten, 194 neue Lehrkräfte gehen im August an die Grundschulen. Es folgen die Gymnasien mit 141 neuen Lehrkräften, die Sonderschulen mit 30 neuen Lehrerinnen und Lehrern sowie die Berufsschulen mit 21 neuen Lehrkräften. Zusätzlich zu den insgesamt 620 neu eingestellten Lehrerinnen und Lehrern sind in Hamburg zum 1. August 448 neue Referendarinnen und Referendare mit der nach dem Studium zweiten Phase ihrer Lehrkräfteausbildung gestartet. Diese werden nun 18 Monate lang im Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen (LI) und in den Schulen ausgebildet.
Blickt man auf die Einstellung der Lehrkräfte nach Fachqualifikation, zählt das Fach Deutsch mit Abstand zu den meist ausgewählten Fächern: 207 der neu eingestellten Lehrkräfte haben die Fachqualifikation Deutsch. Weitere 131 Lehrkräfte haben die Fachqualifikation Englisch (131), weitere 108 Mathematik. Die weiteren Einstellungen nach Fachqualifikation: Sport (77), Biologie (58), Geschichte (53), Musik (22), Physik (10), Chemie (20) und Informatik (6). Es wurden insgesamt 432 Lehrkräfte mit einer zweiten Staatsprüfung aus Hamburg eingestellt. Darüber hinaus kamen 164 Lehrkräfte (im August 2024: 147 Personen) mit einer auswärtigen Staatsprüfung, hier sind Niedersachsen und Schleswig-Holstein als direkte Nachbarn am häufigsten vertreten.
- GEW Hamburg: „Pädagogisches und therapeutisches Fachpersonal am Limit!“
- Beamtenbund widerspricht Linnemann: Lehrer müssen Beamte bleiben
- Bildungsgerechtigkeit durch Berufsbeamtentum
Keine Kommentare vorhanden