Hamburg und die anderen Bundesländer starten in diesem Schuljahr mit Lernstandserhebungen in allen dritten, sechsten und achten Klassen

In allen dritten, sechsten und achten Klassen an Hamburger Schulen (außer an Sonderschulen) werden in diesem Schuljahr sogenannte Lernstandserhebungen durchgeführt. Diese Lernstandserhebungen (LSE) finden für die Klassenstufen 6 und 8 (jeweils in Deutsch, Mathematik und Englisch) Ende Februar/Anfang März 2008, in Klassenstufe 3 (in Deutsch und Mathematik) Anfang Mai 2008 statt. Die Lernstandserhebungen treten an die Stelle der bisherigen Vergleichsarbeiten.

26.09.2007 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)

Mit den Lernstandserhebungen wird festgestellt, welche grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten Schülerinnen und Schüler in den getesteten Bereichen gegen Ende der Klassenstufe 3 oder Mitte der Klassenstufen 6 und 8 erreicht haben. Die Lernstandserhebungen werden von den Fachlehrkräften selber durchgeführt, die Auswertung erfolgt zentral. Die Ergebnisse werden innerhalb von sechs Wochen zusammen mit didaktischem Material an die Fachlehrkräfte der teilnehmenden Klassen zurückgemeldet. Sie geben Hinweise zum Leistungsstand und zum Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler und fließen nicht in die Notengebung ein.

Die Schulen erhalten durch die Ergebnisse darüber hinaus eine Standortbestimmung durch einen Vergleich mit ähnlichen Schulen (in Anlehnung an den KESS-Index). Eine solche schulübergreifende Einordnung der Ergebnisse ermöglicht den Kollegien an den Schulen, den Erfolg ihrer pädagogischen Arbeit besser einzuschätzen.

Die Aufgaben der Lernstandserhebungen wurden zusammen mit Lehrerinnen und Lehrern aus anderen Bundesländern sowie gemeinsam mit Wissenschaftlern und weiteren Fachexperten entwickelt und erprobt - für die Klassestufe 3 unter Federführung der Universität Koblenz/Landau, für Klassenstufe 6 mit Unterstützung der Universität Jena und für Klassenstufe 8 mit Unterstützung des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen der Humboldt Universität Berlin. Dieses Vorgehen dient der Sicherung der Qualität der Aufgaben. Sie entsprechen unter Berücksichtigung des Hamburger Bildungsplans Grundschule den Anforderungsbereichen bundesweit geltender Bildungsstandards.

Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig: "Ziel dieser Lernstandserhebungen ist es, den Lehrerinnen und Lehrern zuverlässige Informationen über das Leistungsprofil ihrer Klassen zur Verfügung zu stellen. Die Lehrkraft erhält darüber hinaus Informationen zur Einschätzung der Lernstände jedes einzelnen Kindes und erweitert damit die Grundlage für Schwerpunktsetzungen im Unterricht und für die Ausrichtung gezielter Fördermaßnahmen.

Diese Tests sollen unseren Lehrerinnen und Lehrern vor allem eine Rückmeldung darüber geben, wo ihre Klassen auf dem Weg zum Erreichen der nationalen Bildungsstandards stehen".

Die Lernstandserhebungen sind Teil der Gesamtstrategie der Kultusministerkonferenz zum Bildungsmonitoring und werden in den nächsten Jahren fortgesetzt.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden