Abitur 2014:

Hamburgs Abiturienten bewältigen erstes großes Zentralabitur gut

Schulsenator Ties Rabe hat die Ergebnisse der vorläufigen Abitur-Abfrage der Schulbehörde veröffentlicht. Danach haben 8.941 Schülerinnen und Schüler die Abiturprüfungen an Hamburgs Gymnasien, Stadtteilschulen, Beruflichen Gymnasien und in der Erwachsenenbildung bestanden. Die Abiturdurchschnittsnote liegt in diesem Jahr bei 2,44 und ist damit – trotz Ausweitung der zentralen Abiturprüfungen und Teilnahme am länderübergreifenden Abitur – sehr stabil.

04.07.2014 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Schulsenator Ties Rabe gratulierte den Abiturientinnen und Abiturienten herzlich: "Ich freue mich sehr darüber, dass Hamburgs Abiturienten das erste große Zentralabitur gut bewältigt haben. Denn um die Qualität des Hamburger Abiturs zu sichern und um die Noten vergleichbarer und gerechter zu machen, haben wir bei diesem Abitur gleich mehrere Veränderungen umgesetzt:

  • Das Abitur wurde erstmals erst im April/Mai geschrieben und nicht wie bisher im Januar/Februar. Dadurch endete der reguläre Unterricht nicht mehr wie früher im Januar/Februar, sondern erst im April/Mai. Den Schülerinnen und Schülern stand insofern deutlich mehr Unterrichts- und mehr Lernzeit zur Verfügung als früher.
  • In allen Hamburger Gymnasien und Stadtteilschulen gab es erstmals die gleichen schriftlichen Prüfungsaufgaben in fast allen Abiturfächern. Damit ist das schriftliche Abitur an allen Hamburger Schulen gleich schwer.
  • Erstmals umfassten die zentralen schriftlichen Abiturprüfungen in Mathematik, Englisch und Deutsch auf erhöhtem Niveau besondere Aufgabenteile, die gleichzeitig auch in Bayern, Sachsen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein im Abitur verwendet wurden ("6-Länder-Abitur"). Diese Aufgabenteile umfassten in Mathematik und Englisch ein Drittel der schriftlichen Abiturprüfung.
  • Damit kein Schüler unberechtigte Vorteile nutzen konnte, organisierten alle sechs Bundesländer sogar sämtliche Prüfungen an den selben Tagen – auch das ist einmalig in der Bildungsgeschichte in Deutschland.
  • Diese Veränderungen sind ein großer Schritt hin zu mehr Bildungsgerechtigkeit und zur Sicherung der Qualität des Hamburger Abiturs. In Hamburg machen sehr viele Schülerinnen und Schüler das Abitur. Das ist gut so. Aber diese hohe Bildungsbeteiligung darf nicht damit erkauft werden, dass die Qualität des Abiturs gesenkt wird. Die jetzt eingeleiteten Veränderungen tragen dazu bei, das Hamburger Abitur im Bundesvergleich gut aufzustellen."

Die Ergebnisse der vorläufigen Abitur-Abfrage im Detail:

  • Die Abiturdurchschnittsnote beträgt für die vorliegenden staatlichen und nichtstaatlichen Schulen in Hamburg insgesamt 2,44 (Vorjahr 2,46).
  • Von den 9.290 Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe (einschl. nicht staatlicher Schulen), die zur schriftlichen Prüfung angetreten sind, haben 8.941 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr 8.548)die Abiturprüfungen bestanden. Davon waren 8.270 Schülerinnen und Schüler an staatlichen und 671 Schülerinnen und Schüler an nicht staatlichen Schulen. 3,7% der Schülerinnen und Schüler haben die Abiturprüfungen nicht bestanden (Vorjahr 3,1%).
  • 141 Schülerinnen und Schüler an 62 Schulen haben mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen (Vorjahr 109). Die meisten 1,0er-Abiturienten an staatlichen Schulen gibt es in diesem Jahr am Johanneum/Winterhude, Gymnasium Grootmoor/Bramfeld, Helene-Lange-Gymnasium/Harvestehude (jeweils 6) und am Christianeum (5).
  • Die größte Anzahl von Abiturienten gibt es in diesem Schuljahr am Gymnasium Grootmoor (158) und am Christianeum (148) für die Gymnasien, sowie an der Goethe-Schule-Harburg (128) und der Julius-Leber-Schule (125) für die Stadtteilschulen.
  • Die durchschnittliche Abiturnote liegt in diesem Jahr an Stadtteilschulen bei 2,6 (Vorjahr 2,6), an Gymnasien bei 2,3 (Vorjahr 2,3), an den Beruflichen Gymnasien 2,7 (Vorjahr 2,7).
  • Verteilung der Notendurchschnitte: 23% der Abiturienten haben einen Notenschnitt zwischen 1,0 und 1,9, 53% zwischen 2,0 und 2,9 und 24% einen Schnitt von 3,0 und schlechter.
  • Die besten Abitur-Durchschnittsnoten an staatlichen Schulen haben vergeben: Helene-Lange-Gymnasium/Harvestehude (1,9), Gymnasium Buckhorn/Volksdorf (2,0), Charlotte-Paulsen-Gymnasium/Wandsbek (2,1) und Christianeum/Othmarschen (2,1).

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