Haushalt 2009: Landesregierung erhöht Zuschüsse für private Ersatzschulen auf 1,129 Milliarden Euro

Die Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen für die privaten Ersatzschulen steigen im kommenden Jahr um 38,6 Millionen auf insgesamt 1,129 Milliarden Euro. "Diese Erhöhung zeigt, dass die Landesregierung den Ersatzschulträgern ein dauerhaft verlässlicher und fairer Partner ist", erklärt Schulministerin Barbara Sommer.

09.09.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Der neue Mittelansatz bezieht insbesondere die steigenden Energie- und Personalkosten ein. Außerdem werden die von der Vorgängerregierung als Festbetrag festgelegten Pauschalen für die befristete Beschäftigung von Aushilfskräften vor allem für Vertretungsunterricht und andere den Unterricht unterstützende oder ergänzende Maßnahmen durch Entgeltgruppen nach dem Tarifvertrag der Länder ersetzt. Die Beträge für diese Pauschalen steigen auf diese Weise künftig automatisch entsprechend der tariflichen Entgeltentwicklung. Dies ermöglicht die jetzt die in Kraft getretene geänderte Ersatzschulverordnung.

"Ersatzschulen bilden die zweite Säule in unserem Schulsystem und sind ein pädagogischer Gewinn für unsere Schullandschaft", betont die Ministerin. In Nordrhein-Westfalen gibt es zurzeit 444 private Ersatzschulen mit 207.562 Schülerinnen und Schülern (7,3 Prozent der Schülerschaft in Nordrhein-Westfalen). Die Zuschüsse des Landes belaufen sich auf bis zu 94 Prozent der Ausgaben. Nordrhein-Westfalen nimmt damit im Ländervergleich einen Spitzenplatz in den Reihen der großen Flächenländer ein.

Ersatzschulen bieten im Wesentlichen die gleichen Bildungsgänge und Abschlüsse wie die öffentlichen Schulen an. Mit ihrem eigenständigen Profil kirchlicher oder weltanschaulicher Natur werden private Ersatzschulen von Schülern und Eltern mehr denn je nachgefragt. Sie müssen grundsätzlich von allen Eltern und Schülern ohne Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage in Anspruch genommen werden können.


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