Rheinland-Pfalz

Haushaltsstopp des Bildungsministeriums sorgt für Unmut an den Schulen!

Scheinbar gehen dem Bildungsministerium die für 2011 geplanten Haushaltsmittel für die Organisation von Vertretungsunterricht schneller als vorausberechnet zur Neige. Um zum Schuljahresbeginn Reserven für den Vertretungsunterricht zu behalten, hat das Ministerium bis zum Schuljahresende einen Haushaltsstopp verhängt und den Abschluss von Vertretungsverträgen erschwert. Solche können nur noch nach ausdrücklicher Genehmigung jedes Einzelfalles durch das Ministerium vergeben werden.

16.05.2011 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Die Neuregelung stößt in den Schulen auf Unverständnis! Besonders betroffen sind die Lehrkräfte, die seit Jahren im Vertretungsunterricht eingesetzt sind. Viele dieser Lehr¬kräfte hoffen auf eine Planstelle. Entsprechend engagieren sie sich an ihren Einsatz¬schulen. Die Schulen ihrerseits sind bestrebt, die bewährten Vertretungslehrkräfte mit Perspektiven an ihren Schulen zu halten und haben sie in die Planung für das kommende Schuljahr eingebunden. Die Vertretungslehrkräfte selbst haben aufgrund der bisherigen Praxis auf eine weitere Verwendung im neuen Schuljahr gesetzt. Mit dieser ohne Vorankündigung vom Bildungsministerium in Gang gesetzten Verfahrens¬änderung hatte niemand rechnen können. Die Befristung der Arbeitsverträge setzt die Landesregierung in der finanziellen Notlage gezielt als Steuerungsinstrument zur Kostensenkung ein.

Der VDR hat die Kaschierung des tatsächlichen Lehrermangels durch Einstellung von Vertretungslehrkräften seit Jahren kritisiert und Planstellen für die bewährten Vertretungskräfte gefordert. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen spielen auf Zeit, indem sie dem Bildungsministerium Handlungsspielraum bis zum neuen Haushaltsjahr verschaffen sollen. Die Schulen werden gut ausgebildete Lehrkräfte verlieren, die im zweiten Kalenderhalbjahr 2011 fehlen.

Der VDR-Landesvorsitzende Bernd Karst fordert den neuen Ministerrat auf, unmittelbar nach seiner Konstituierung die Schieflage im Haushalt des Bildungsministeriums zu beheben: "Es müssen zusätzliche Planstellen geschaffen werden, die auch den im Einsatz befindlichen Vertretungslehrkräften eine Berufsperspektive bieten und die Unterrichtsversorgung zu Beginn des neuen Schuljahres sichern."

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Verband Reale Bildung

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