Herausragendes Engagement für mehr Demokratie in der Schule

Für die vorbildlichen Beteiligungsmöglichkeiten von Schülerinnen und Schülern am Schulleben und für ihren Einsatz zugunsten von Kinderrechten sind der Grundschule Landau-Süd bei bundesweiten Wettbewerben gleich drei Auszeichnungen zuerkannt worden. Heute (7.6.) werden Schulleiterin Siglinde Burg sowie Schülerinnen und Schüler der Grundschule im westfälischen Münster als eine von 56 Schulen im bundesweiten Wettbewerb "Demokratisch Handeln" eine Auszeichnung für herausragende demokratische (Schul-)Kultur erhalten und bei der so genannten "Lernstatt" in der Münsteraner Friedensschule ihre Aktivitäten präsentieren können.

07.06.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Am Montag (9.6.) folgt dann in der Frankfurter Paulskirche schon die nächste Auszeichnung: Dort erhält die Grundschule den erstmals verliehenen UNICEF-Sonderpreis "Kinderrechte in der Schule" im Rahmen der Abschlussveranstaltung zum " UNICEF-Junior Botschafter des Jahres 2008". Und schon jetzt steht fest, dass die Schule im Oktober in Tübingen zur dritten Trägerin des Hans-Götzelmann-Preises für Streitkultur der Berghof-Stiftung für Streitkultur gekürt werden wird. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen gratulierte der Schule zu diesen Erfolgen ganz herzlich und betonte: "Die Aktivitäten in der Grundschule Landau-Süd im Bereich der Demokratieerziehung sind wirklich beispielhaft und ich hoffe, dass die jetzigen Auszeichnungen für viele andere Schulen ein Ansporn sind, sich ebenfalls auf diesem Feld zu engagieren."

Als Begründung für die Auszeichnung im bundesweiten Wettbewerb " Demokratisch Handeln" wird angeführt: An der Grundschule Süd in Landau ist der " Klassenrat" fest in die demokratische Schulkultur eingebunden und in allen Klassen sowie im Schulprogramm strukturell verankert. Der Klassenrat findet einmal wöchentlich in allen Klassen statt und ist die Keimzelle der Demokratie an der Schule. Schülerinnen und Schüler lernen von Anfang an, mit zu entscheiden und Verantwortung für die gemeinsamen Entscheidungen zu übernehmen. Die Beschlüsse der Klassenräte werden von den gewählten Delegierten in die Abgeordnetenversammlung getragen. Einmal monatlich findet die "Schulversammlung" statt, in der wichtige Angelegenheiten aller an Schule Beteiligten besprochen und entschieden werden. Die Vollversammlung bietet den Kindern und Klassen gleichzeitig eine Plattform für die Präsentation wichtiger Arbeitsergebnisse. In einer Demokratie AG unterstützen besonders engagierte Kinder die Umsetzung wichtiger gemeinsam beschlossener Schulprojekte mit dem übergeordneten Ziel, demokratisches Handeln in und außerhalb der Schule weiter zu entwickeln. Viermal jährlich stattfindende Demokratie-Tage fördern die demokratischen Kompetenzen der Kinder und ergänzen den "learning by doing"-Ansatz durch systematisches Training.

Der zum ersten Mal von UNICEF vergebene Sonderpreis "Kinderrechte in der Schule" geht an die Grundschule, weil sie im ersten Halbjahr 2007 eine Themenwoche durchgeführt hat, bei der sich die Schüler der Klassen 2 bis 4 auf unterschiedlichste Art und Weise mit den Kinderrechten auseinandersetzten. Anders als bei einer Projektwoche erfolgte dies direkt im Unterricht: In den Fächern Religion, Ethik, Sachunterricht und Deutsch wurden die Kinderrechte zum Thema.

Als Abschluss haben die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse den Eltern bei einem gemeinsamen Frühstück vorgetragen. Außerdem erläuterten sie dem Oberbürgermeister der Stadt Landau und den kommunalen Parlamentariern die Bedeutung der Kinderrechte bei einer Stadtrats-Sitzung anhand von " Himmelsleitern" und einem "Kinderrechte-Rap".

Diese Themenwoche hat auch die Berghof-Stiftung so nachhaltig beeindruckt, dass sie der Grundschule den Hans-Götzelmann-Preis zuerkannte. Mit dem "Kinderrechte-Rap" hatte die Grundschule im Übrigen auch bereits die Woche der Schulmusik in Rheinland-Pfalz am 30. Mai in Landau eröffnet.


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