Hessen startet landesweites Projekt zur Förderung Hochbegabter

Am 25. Februar haben Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und Dr. Ingmar Ahl, Vorstand Zweckerfüllung der Karg-Stiftung, den offiziellen Startschuss für das bislang größte hessische Projekt zur Hochbegabtenförderung gegeben.

25.02.2021 Hessen Pressemeldung Karg-Stiftung
  • © Karg-Stiftung

Bereits im Juli 2020 unterzeichneten die Kooperationspartner den Vertrag zum Projekt „Karg Campus Hessen“, das von der Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung gefördert wird und das nun mit Leben gefüllt werden soll. Um noch besser im Finden und Fördern von Kindern und Jugendlichen mit besonders hohen kognitiven Potenzialen zu werden, sollen in den nächsten drei Jahren zusätzliche Angebote und Vernetzungsstrukturen für Lehrkräfte sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen entstehen.

Die Auftaktveranstaltung gab mit Vorträgen, Workshops und Austauschformaten spannende Impulse für die Begabungs- und Begabtenförderung sowie für die Schulentwicklung und war der erste Schritt hin zu einem begabungsförderlichen Netzwerk.

„Leistungsstarke und potenziell besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler zu fördern, ist eine der wesentlichen Aufgaben unserer Bildungspolitik“, erklärte Kultusminister Lorz anlässlich der Auftaktveranstaltung. „Ich freue mich sehr, dass uns die Karg-Stiftung hierbei seit Kurzem unterstützt, und bin schon gespannt, welche Impulse die Workshops und Fachvorträge der Expertinnen und Experten zur Weiterentwicklung unserer Begabten- und Begabungsförderung liefern werden.“

Ziel des Projekts Karg Campus Hessen ist die fachliche Weiterentwicklung und Vernetzung von 27 Schulen sowie der hessischen Schulpsychologie in der Begabungs- und Begabtenförderung. Das Projekt richtet sich an Lehrkräfte, Schulleitungen sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, die bereits in entsprechende Strukturen eingebunden und mit dem Thema der Begabungs- und Begabtenförderung befasst sind. Sowohl in zielgruppenspezifischen als auch in gemeinsamen Formaten werden berufsbezogene Themen vermittelt, vertieft und reflektiert berufsübergreifende Diskussionen angeregt. Das landesweite Konzept zur Förderung begabter Schülerinnen und Schüler wird nun um neue Strukturen ergänzt und die Akteure werden im Rahmen des Hessischen Innovations- und Beratungszentrums für die Begabtenförderung (HIBB) systematisch zusammengeführt.

„Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, was Lehrkräfte schon vor den Schulschließungen geleistet haben und wie wichtig es ist, jedem einzelnen Kind gerecht zu werden, den schwächeren genauso wie den leistungsstarken. Nur mit passgenauer Förderung können individuelle, auch hohe Potenziale, entfaltet werden. Umso wichtiger sind daher professionelle Netzwerkstrukturen und qualifizierte Fachkräfte aus Schulpraxis und Schulpsychologie, die die Förderung Hochbegabter im Blick haben und damit zu einem begabungsgerechten Bildungssystem beitragen“, so Ingmar Ahl, Vorstand Zweckerfüllung der Karg-Stiftung.   

Gefördert wird das Projekt auch von der Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung, die sich unter anderem für die Förderung hochbegabter junger Menschen einsetzt.

Kurzinfos zu Karg Campus Hessen

  • Vertragsunterzeichnung: 29. Juli 2020
  • Projektdauer: 2020 bis 2023
  • Auftaktveranstaltung: 25.-26. Februar 2021 (online)

    • Grußworte des Ministers und des Vorstands der Karg-Stiftung
    • Vorträge, Workshops und Austauschformate 
    • Lehrkräfte von 27 Projektschulen, Schulpsychologie, Teilnehmende des Hessischen Kultusministeriums und der Staatlichen Schulämter

  • Ausbau der Förderung (hoch-)begabter und potenziell leistungsstarker Schülerinnen und Schüler
  • 27 allgemeinbildende Schulen der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule (LemaS)“ und der Kooperation „Perspektiven für die Begabtenförderung“ Hessens mit Bayern und Sachsen, Schulpsycholog*innen (Generalia Hochbegabung) der 15 hessischen staatlichen Schulämter
  • Aus- und Aufbau landesweiter Angebote und Vernetzungsstrukturen in der Begabtenförderung
  • Durchführung: Karg-Stiftung und Hessisches Kultusministerium
  • Förderung: Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung
  • Kosten: 750.000 Euro

Die Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung
ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Mannheim. Sie wurde von Dr. Rolf M. Schwiete von Todes wegen gegründet und besteht somit seit dem 22. Juni 2013. Der Stifter, Dr. Rolf M. Schwiete, wurde am 10. Januar 1922 in Frankfurt am Main geboren. Er starb am 22. Juni 2013 im Alter von 91 Jahren in Gernsheim. Sein ganzes Leben hat er seiner Unternehmensgruppe, der Van Baerle Chem. Fabrik GmbH & Co. KG gewidmet, die Wasserglas, Farben sowie Wasch- und Reinigungsmittel hergestellt hat. Unter anderem aus der Unternehmensgruppe resultierte auch der Grundstock seines Vermögens. Nicht zuletzt soll durch die Stiftung ein stetes Andenken an Dr. Rolf M. Schwiete und sein nachhaltiges Wirken gesetzt werden.

Die Karg-Stiftung
Unser Auftrag ist die Förderung des hochbegabten Kindes in Kita, Schule und Beratung. Nah am Menschen und dem Bildungsalltag suchen wir gute Ideen und begleiten praxisnah in der Begabtenförderung. Wir klären den Bedarf, knüpfen Netzwerke und entwickeln Konzepte. Wir beraten, informieren und qualifizieren in der Begabtenförderung. Gemeinsam mit Politik, Wissenschaft und Praxis schaffen wir so ein allseits gerechtes Bildungssystem. Denn dieses ermöglicht auch Kindern und Jugendlichen mit hohem intellektuellem Potenzial die Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Die Karg-Stiftung, von dem Unternehmer Hans-Georg Karg und seiner Frau Adelheid Karg 1989 errichtet, ist verlässliche Partnerin und treibende Kraft der Begabtenförderung in Deutschland.

Ansprechpartner

Karg-Stiftung
Sabine Wedemeyer
Ressortleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lyoner Straße 15
60528 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 874 027-27
Fax: +49 69 874 027-50
E-Mail: sabine.wedemeyer@karg-stiftung.de
Web: www.karg-stiftung.de


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