Bayern

Hetze des BLLV-Funktionärs Wenzel gegen die Realschule: Miesmacherei, Rufschädigung, Verunglimpfung und Falschinformation

"Klaus Wenzel schreckt nun vor nichts mehr zurück: Seine Machenschaften wiederholen sich von Woche zu Woche und machen auch vor der Realschule nicht Halt. Immer benutzt er dasselbe stereotype Schema: Miesmachen, Ruf schädigen, die Schule und die darin arbeitenden Lehrkräfte verunglimpfen und falsche Informationen über Schularten streuen. Deshalb muss ganz nüchtern festgestellt werden: Nicht die Lage an den bayerischen Schulen spitzt sich zu, sondern die Ahnungslosigkeit des BLLV-Präsidenten." Mit diesen deutlichen Worten kommentiert Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv), die jüngste öffentliche Miesmacherei des BLLV.

23.05.2012 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Am Beispiel der bayerischen Realschule werde dies, so Huber, nun überdeutlich. Herr Wenzel benutzt die erfolgreich arbeitende Realschule – von der er so gut wie nichts versteht und deren Lehrkräfte er nicht vertritt -, um die eigene Schulart, die Mittelschule, zu diskreditieren und gleichzeitig die Verhältnisse an den Realschulen durch eine fehlerhafte Darstellung anzuprangern. Von einem Ansturm auf Realschulen kann im kommenden Schuljahr keine Rede mehr sein, weil sich die Entwicklung der Hauptschule zur Mittelschule als Erfolg erweist. Das kann Herr Wenzel nicht akzeptieren, will er doch seine eigene Schulart aufgeben. Die großen Klassen an den Realschulen konnten deutlich reduziert werden. Aktuell führen die Realschulen ca. 600 Klassen mit mehr als 31 Schülern. Die Horrorzahl von 1 750 ist somit völlig falsch und bewusst irreführend. Insgesamt habe sich laut Huber die Unterrichtsversorgung deutlich verbessert, wenngleich die Belastung der Lehrkräfte nach wie vor enorm hoch ist. Aber dies hat andere Gründe, z. B. die hohe Zahl an Einsatzreferendaren. Darüber kann Herr Wenzel allerdings nichts aussagen, weil er die Verhältnisse nicht kennt.

So ist seine rhetorisch angelegte Beschreibung falsch und zielt darauf, das Schulwesen in Bayern zu diskreditieren. Sein Ziel ist eine nebulöse "Gemeinschaftsschule" und dafür nutzt er jedes Mittel.

"Im Übrigen", so Huber, "schätzen die Eltern die gute pädagogische Arbeit der Lehrkräfte an den Realschulen. Auch diesbezüglich brauchen wir keine Belehrung eines ahnungslosen Funktionärs, der von hohem Bildungsniveau und fachwissenschaftlicher Lehrerausbildung nichts hält. Die Weiterentwicklung der bereits sehr erfolgreich arbeitenden Schulart Realschule liegt bei den Realschulverbänden in guten Händen und diese können sehr gut auf die Miesmacherei ahnungsloser Funktionäre verzichten."

Wenzels Pauschalschelte an dem Lehrermangel und den Klassengrößen der Realschule stößt auch bei der Vereinigung bayerischer Realschuldirektoren (VBR) auf große Verwunderung. "Die Durchschnittsgröße der Klassen ist in den vergangenen Jahren kleiner geworden und liegt jetzt mit 26,8 Schülern je Klassen auf dem Niveau des Gymnasiums", so VBR-Landesvorsitzender Bernhard Buchhorn. "Die Schulleitungen nutzen ihren Spielraum, um möglichst kleine Klassen zu bilden und Differenzierungs- und Förderangebote einzurichten." Die Realschule ist bei Eltern deshalb beliebt, weil sie sowohl auf eine Berufsausbildung vorbereitet, als auch leistungsstärkeren Schülern die Möglichkeit eröffnet, auf anderem Weg das Abitur zu erreichen. 42 % der Studierenden kommen nicht vom Gymnasium, sondern haben vor allem den Weg über die Realschule gewählt."

"Mit großem Befremden betrachten wir die Art und Weise, wie Herr Wenzel meint, sich in die Realschulfamilie einmischen zu müssen", äußert sich Ingrid Ritt, Vorsitzende der Realschuleltern (LEV-RS). "Wir sind mit unserer Schulart höchst zufrieden und wir wählen bewusst die Realschule für unsere Kinder, gerade weil diese Schulart auf höchstem Niveau arbeitet und unsere Kinder zum Erfolg führt. Die Zahl der erfolgreichen Abschlüsse der Schülerinnen und Schüler mit annähernd 98 % sprechen für sich. Die erforderlichen Weiterentwicklungen und Verbesserungen gehen wir gemeinsam an. Dass mancherorts eine Verkleinerung der Klassen mangels Räume gar nicht möglich ist, da kann die Schule, das Schulsystem, nichts dafür. Hier tragen die Sachaufwandsträger die Verantwortung. Letztendlich bleibt für uns die Feststellung: Wer seine eigenen Probleme nicht in den Griff bekommt, erfindet welche bei anderen."

Ansprechpartner

Verband Reale Bildung

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