Hofmann-Göttig: Schülerzahlen an Berufsbildenden Schulen steigen deutlich

"Eine gute Unterrichtsversorgung sicherzustellen, ist eine Zielvorgabe, die nicht nur für die allgemein bildenden Schulen Gültigkeit hat, sondern selbstverständlich auch für die Berufsbildenden Schulen gilt." Das unterstrich Bildungsstaatssekretär Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, nach Auswertung der Unterrichtsversorgung an den Berufsbildenden Schulen und ergänzte: "Dies gilt, auch wenn diese Aufgabe gerade in diesem Bereich angesichts einer weiterhin angespannten Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt und einer nicht einfachen Lage auf dem Lehrerarbeitsmarkt besondere Probleme bereitet."

17.12.2004 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Nach den aktuellen Zahlen liegt der Versorgungsgrad an den Schulen des BBS-Bereichs im laufenden Schuljahr bei 92,97 Prozent, nachdem er sich im vergangenen Schuljahr um knapp 0,3 Prozentpunkte auf 93,66 Prozent leicht verbessert hatte.

Die Schülerzahl insgesamt in den Berufsbildenden Schulen sei zum laufenden Schuljahr um fast 1.700 junge Leute auf 119.619 Schülerinnen und Schüler gestiegen. Wie schon im vorangegangenen Schuljahr stehe dabei weiterhin einer Zunahme der Schulplätze in den (Vollzeit-)Wahlschulen eine Abnahme an Schülerinnen und Schülern in der Teilzeitberufsschule gegenüber. "Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den Vollzeitbildungsgängen der berufsbildenden Schulen ist zum laufenden Schuljahr erneut um 2.560 junge Leute auf rund 38.800 Schülerinnen und Schüler gewachsen. Das ist natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die Unterrichtsversorgung geblieben, weil in den Vollzeitschulen der Bedarf an Lehrerwochenstunden drei Mal höher ist als in der Teilzeit-Berufsschule", betonte der Bildungsstaatssekretär. Bei einer Analyse der Daten werde zudem deutlich, dass sowohl die von den Schulen gemeldete Soll-Stundenzahl als auch die durch Lehrerstundenzuweisungen abgedeckte Ist-Stunden-Zahl in den Berufsbildenden Schulen insgesamt in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen sei.

"Der Einstellungstermin für Lehrkräfte im Februar 2005 kann die Lage entspannen. Und mit den im neuen Haushalt für 2005 und 2006 vorgesehenen 100 zusätzlichen Stellen für die Berufsbildenden Schulen wird sich die Versorgungslage im kommenden Schuljahr sicher wieder positiv verändern", sagte Hofmann-Göttig. Ministerium und Schulaufsicht hätten schon zum Schuljahresbeginn mit allen Kräften versucht, den Lehrkräftebedarf abzudecken und dabei für das Schuljahr 2004/2005 insgesamt 172 Lehrkräfte in den Berufsbildenden Schulen neu eingestellt.


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