Philologen NRW

Ignoranz und Arroganz – Landesregierung verspielt bei Beamten jede Glaubwürdigkeit

"Unsere Kolleginnen und Kollegen sind entsetzt darüber, wie die Landesregierung mit den Lehrerinnen und Lehrern umgeht. Die Stimmung in den Schulen ist auf einem Tiefpunkt", so schildert Peter Silbernagel, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbandes die aktuelle Situation angesichts der geplanten Einsparmaßnahmen und Minusrunden für Lehrerinnen und Lehrer.´

15.05.2013 Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)

In einer Großdemonstration werden heute weit über 10.000 Beschäftigte in Düsseldorf ihren Zorn und Unmut vor dem Landtag zum Ausdruck bringen. Dort steht die 1. Lesung des hoch umstrittenen Vorhabens auf der Tagesordnung.

"Es ist schlicht unanständig, den Eindruck zu erwecken, als sei der Öffentliche Dienst wesentlich verantwortlich für den maroden Haushalt. Dabei erbringen die bereits in den letzten Jahren verordneten Sonderopfer der Beamtinnen und Beamten jährlich 2,4 Milliarden Euro an Einsparvolumen beim Haushalt", so Peter Silbernagel.

"Wir sind schockiert darüber, was aus der viel beschworenen ´Kultur des Dialogs` geworden ist. Immer wieder bemüht die Politik den Slogan, dass `Betroffene zu Beteiligten` gemacht werden. In der Praxis aber verfährt sie nach Gutsherrenart, ohne im Vorfeld auch nur in einem einzigen Gespräch mit Gewerkschaften oder Verbänden die Zumutungen anzusprechen. Welche Glaubwürdigkeit besitzt eine Landesregierung, die nachweislich schriftliche Zusagen macht, den Öffentlichen Dienst nicht mit weiteren Sonderopfern zu belasten und die gleichermaßen noch im Koalitionsvertrag 2012-17 beteuerte: `Wir setzen uns gemeinsam mit den Gewerkschaften für gute Arbeit, anständige Arbeitsbedingungen und faire Löhne ein`?"


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