Individuelle Förderung ohne Lehrer?
Der Bayerische Elternverband sieht die bayerische Einstellungspolitik für Lehrer mit großer Skepsis. Immer noch fehlten vor allem in den Förderschulen Lehrer, und manche Förderschulklassen hätten nicht einmal einen eigenen Klassenleiter, sagte die BEV-Landesvorsitzende Ursula Walther. "Wir brauchen viel mehr Lehrer mit sonderpädagogischer Ausbildung, und nicht nur in den Förderschulen." Es genüge nicht, in bildungspolitischen Schaufensterreden die individuelle Förderung der Schüler als höchstes Ziel aller Schulpolitik zu verkünden, sie in den Niederungen der Schulwirklichkeit dann aber unmöglich zu machen, weil die Lehrer dafür fehlen.
14.07.2006 Bayern Pressemeldung Bayerischer ElternverbandGerade bei den Kindern, die es am nötigsten haben, nämlich bei den Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, solle gespart werden. Dass junge, gut ausgebildete Lehrer gleichzeitig auf der Straße stünden, mache die Angelegenheit vollends zum Skandal. "Da bekommen unsere Kinder, die Lehramt studiert haben, keinen Job, und die anderen, die besondere Förderung brauchen, keinen Lehrer", sagte Walther. Die individuelle Förderung müssten dann die Eltern wieder einmal zu Hause leisten. Nicht alle Eltern seien dazu in der Lage.
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