Internetschulporträts des Kultusministeriums sind die umfangreichsten in Deutschland

Das sächsische Schulstatistikportal gehört bundesweit zu den Besten. Das ergab eine Studie des Instituts für Informationsmanagement Bremen, in der die Schulstatistik-Portale aller 16 Bundesländer untersucht wurden. Sachsen, Berlin und Thüringen stehen bundesweit an der Spitze. Besonders gewürdigt werden die Schulporträts, die das sächsische Kultusministerium online bereitstellt. Sachsen setzte dabei auf eine qualitative und informative Darstellung, während andere Bundesländer nur Linklisten ihrer Schulen veröffentlichen würden, heißt es in der Studie.

30.08.2006 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Das Online-Informationssystem des Kultusministeriums ist auch bei den sächsischen Nutzern beliebt. Der Zugriff auf die Schuldatenbank und die Schulporträts stieg seit 2001 stetig an. In diesem Jahr gab es bereits 37 575 Zugriffe auf das Portal sächsischer Mittelschulen und Gymnasien, 89 717 Mal riefen die Internetnutzer Startseiten von Schulen auf. In diesem Sommer wurde auch die Programmierarbeit für ein ergänzendes Portal abgeschlossen. Ab Anfang September stellt das Kultusministerium dann auch Informationen über Grund- und Förderschulen online bereit. Damit dürfte die Nutzerstatistik weiter ansteigen. Die Verfasser der Studie prüften vor allem, wie die Informationen bereitgestellt werden und in welchem Umfang. Mögliche Kriterien waren statistische Listen, Suchmöglichkeiten nach Parametern sowie Reports, in denen Schulen beispielsweise nach Abiturnoten aufgelistet werden. Eine umfangreiche Bereitstellung erfolgt durch Stammdaten der Schulen, eine Darstellung der schulischen Rahmenbedingungen sowie aussagekräftiger Schulporträts. Sachsen erfüllt fünf dieser sechs Kriterien - soviel wie kein anderes Bundesland. In der sächsischen Schuldatenbank können sich Besucher Schulen nach verschiedensten Kriterien anzeigen lassen. Das Kultusministerium erleichtert damit Eltern und ihren Kindern die Suche nach der geeigneten Schule. Die Eltern können sich z. B. einen Überblick über alle Schulen in ihrem Postleitzahlbereich erstellen lassen und sich informieren, welche Schule im Durchschnitt die besten Abgänger hat. Im Schulprofil sehen sie welche speziellen Angebote und Profile die Schule anbietet. Die sächsische Schuldatenbank und die Schulporträts sind damit, laut dem Bremer Institut, am komplexesten. Ein weiterer Bonus des sächsischen Systems ist der zweiseitige Informationsfluss. Es werden nicht nur Informationen vom Kultusministerium an Schüler, Eltern und Lehrkräfte gegeben sondern auch anders herum. Somit geben auch die Nutzer Rückmeldung über die Qualität ihrer Schule. Diese Art der Qualitätssicherung war in Sachsen der Anfang eines ständigen Qualitäts- und Leistungsvergleichs mit dem das Kultusministerium eine transparente und einheitliche Präsentation von Mittelschulen und Gymnasien anstrebt.


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