Wissenschaftlerin fordert

IT-Kompetenzen in der Schule verbindlich vermitteln

(red) Fast 30 Prozent der Jugendlichen in Deutschland verfügen nur über unzureichende Computer- und IT-Kompetenzen. Das belegte die Ende vergangenen Jahres veröffentlichte IT-Studie ["ICILS 2013"](http://bildungsklick.de/a/92642/deutsche-schulen-muessen-digital-nachruesten/) Sie werden es schwer haben, erfolgreich am privaten, beruflichen sowie gesellschaftlichen Leben des 21. Jahrhunderts teilzuhaben.

04.05.2015 Artikel

Wer sind diese Jugendlichen? Und wie können ihre Chancen verbessert werden? Das hat Prof. Birgit Eickelmann für die Heinrich-Böll-Stiftung untersucht.

Die Ergebnisse ihrer Auswertung von ICILS 2013 sind alarmierend: Unter den Benachteiligten sind vor allem sozial benachteiligte Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Außerdem sind männliche Jugendliche unter den Benachteiligten überrepräsentiert.

"Wie soll es weitergehen?", fragt die Autorin und schlägt unter anderem vor, den Aufbau computer- und informationsbezogener Kompetenzen in der Schule verbindlich zu verankern. IT-Kompetenzen sollten als fächerübergreifende Kompetenzen in den Curricula verankert und die fachspezifische Nutzung neuer Technologien sollte in die Fächer integriert werden. Hilfreich sei auch eine 1:1-Ausstattung, damit Jugendliche aus benachteiligten Lagen lernen können, die neue Technologien kompetent zu nutzen. Und schließlich, so die Autorin, sei eine entsprechende Weiterentwicklung der Lehrerbildung notwendig.


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