IVL zur Flüchtlingsdebatte: "Masterplan Sozialisation und schulische Integration" gefordert
Die Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL) fordert angesichts der ständig steigenden Flüchtlingszahlen einen "Masterplan Sozialisation und schulische Integration" von der Landesregierung.
05.10.2015 Pressemeldung Interessenvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-HolsteinDie IVL-Landesvorsitzende Grete Rhenius wird deutlich: "Das Schulministerium ist nun gefordert, in einem Gesamtkonzept darzulegen, wie die Sozialisation und schulische Integration der Flüchtlingskinder vonstatten gehen soll. Darin muss klar werden, ob der DaZ-Unterricht zentral oder dezentral geregelt werden soll, wie diese Kinder zusätzlich betreut werden und ob neben dem Sprach- und Schrifterwerb auch eine Kultur- und Wertevermittlung unterrichtlich verankert wird. All diese Punkte erfordern eine massive Personalaufstockung in allen Bereichen schulischer Arbeit."
Zudem müsse den Eltern der Kinder von Anfang an deutlich gemacht werden, dass in Deutschland Schulpflicht herrsche und welche Regeln in den Schulen gelten, z.B. dass Lehrerinnen die gleiche Autorität wie ihre männlichen Kollegen ausüben.
Rhenius: "Es ist nicht absehbar, dass die politischen Konflikte in den Herkunftsländern kurzfristig gelöst werden. Die betroffenen Kinder werden also jahrelang bei uns bleiben. Damit Integration funktioniert – aus Gegenbeispielen der bundesdeutschen Geschichte sollten wir hierbei gelernt haben – muss das Ziel eine über die schulische Integration hinausgehende, auf unserem Grundgesetz basierende Werteorientierung sein."
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