Jahrgangsübergreifender Unterricht: GEW für flexible Einführung der flexiblen Eingangsphase

"Wenn die Voraussetzungen an den Schulen nicht stimmen, wird es durch die Einführung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts an den Grundschulen nur Verlierer geben, nämlich die Kinder und die überforderten Lehrkräfte. Deshalb fordern wir die Bildungsministerin auf, den jahrgangsübergreifenden Unterricht nur schrittweise einzuführen", sagte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn am Donnerstag, den 15.5.08 in Kiel. Er nahm dabei Bezug auf die Antwort der Bildungsministerin auf eine Kleine Anfrage des FDP-Abgeordneten Dr. Klug.

15.05.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Das Land habe es bisher versäumt an den Grundschulen für akzeptable Bedingungen zu sorgen. Außerdem fehle es an gut fortgebildeten Lehrkräften, die auf die schwierige Aufgabe der flexiblen Eingangsphase ausreichend vorbereitet seien, so Matthias Heidn.

"Wie soll eine einzelne Grundschullehrerin mit 28 Stunden Unterrichtsverpflichtung und 26 Erst- und Zweitklässlern in einem engen Klassenraum den jahrgangsübergreifenden Unterricht zum Erfolg führen?", fragte der GEW-Landesvorsitzende und formulierte unmissverständlich die notwendigen Erfolgsbedingungen:

  • Mehr Zeit für die Lehrkräfte
  • Qualifizierte Fortbildung durch Lehrkräfte, die Erfahrung im jahrgangsübergreifenden Unterricht haben
  • Täglich eine teilweise Doppelbesetzung in den Klassen -Ausreichend Stunden der Förderzentren für die diagnostische Begleitung und Förderung langsam lernender Kinder -Einrichtung von Lernwerkstätten -Bessere Ausstattung mit Neben- und Gruppenräumen sowie sächlichen Mitteln -Ausgleichsstunden für Konzeptentwicklung

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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