Jugend forscht – mit dem Thema Schule zum Erfolg

13 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin haben sich für den 42. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Landessieger 2007 wurden gestern in einer Feierstunde ausgezeichnet. Insgesamt waren 83 Teilnehmer mit 46 Projekten zum Landesentscheid angetreten, der von der Siemens AG ausgerichtet wurde.

29.03.2007 Berlin Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Gleich mehrere Siegerprojekte befassten sich mit Fragestellungen zu Schule und Unterricht: Dylana-Chiara Stein (11) von der Stechlinsee-Grundschule Berlin-Friedenau und ihr Bruder Janek (14) vom Goethe-Gymnasium Berlin-Wilmersdorf stellten einen neuen Ansatz für eine praxisorientierte Wissensvermittlung in der dritten bis fünften Klasse vor. Ihre Projektkiste zum Thema Bienen ermöglicht es, den naturwissenschaftlichen Unterricht problemlos ins Freie zu verlegen, und brachte ihnen den Sieg im Fach Arbeitswelt. In Mathematik/Informatik siegten Thomas Stoltmann (19) und Bernd Kawald (19) von der Leonard-Bernstein-Oberschule. Sie entwickelten eine Computersoftware zur vereinfachten Belegung von Schulsportkursen, mit der sich auch die Wünsche der Schüler besser berücksichtigen lassen.

Ajescha Prozell (15) vom Gymnasium Pankow-Weißensee überzeugte die Jury im Fach Biologie mit einem kostengünstigen Schnelltest für den Nachweis von Belastungen durch giftige Schädlingsbekämpfungsmittel in Klassenräumen. Das rechtzeitige Aufstehen am Morgen wollten Jens Krenzin, Sascha Kussatz und Christian Liersch nicht nur Schülern erleichtern. Die 18-Jährigen besuchen die Max-Taut-Schule und konstruierten einen speziellen Wecker, der neben den üblichen Ton- auch mit Lichtsignalen und sogar mit einer Sprühfontäne arbeitet. Das Gerät soll Schlafende schnell und effektiv wecken. Es wurde mit dem Landessieg im Fach Technik ausgezeichnet.

Maximilian Werk und Andre Heber von der Heinrich-Hertz-Oberschule beschäftigten sich mit Verbesserungen in der Krebstherapie. Mithilfe eines computergestützten Verfahrens entwickelten die 19-jährigen Schüler einen neuen Wirkstoff zur Behandlung von Krebspatienten, der zugleich verhindern soll, dass es zu den häufig auftretenden schweren Nebenwirkungen kommt. Die jungen Forscher gewannen den ersten Preis im Fach Chemie.

Im Fach Geo- und Raumwissenschaften überzeugte Philipp Hähnel (18) von der Heinrich-Hertz-Oberschule mit einer PC-gestützten Schwerkraftsimulation zur Bewegung von Teilchen im Weltraum. Magnetische Flüssigkeiten, so genannte Ferrofluide, untersuchten Timo Stein (16) von der Marie-Curie-Oberschule und Fabian Nickel (18) vom Schadow-Gymnasium in ihrem Siegerprojekt im Fachgebiet Physik.

Nach den Landesentscheiden im März findet der 42. Bundeswettbewerb vom 17. bis 20. Mai 2007 in Hamburg statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Beiersdorf AG.

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