Jugend forscht Sieger beweist erhöhte Luftverschmutzung durch den Schiffsverkehr auf der Elbe

Die Hamburger Landessieger von Jugend forscht stehen fest. Acht talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurden heute Nachmittag im Forschungszentrum der Beiersdorf AG mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Sie vertreten die Hansestadt beim 42. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, das Ende Mai 2007 ebenfalls in Hamburg stattfindet. Dr. Michael Voges, Staatsrat der Behörde für Bildung und Sport, und Peter Kleinschmidt, Mitglied des Vorstands der Beiersdorf AG, kürten die Landessieger im Rahmen einer Feierstunde. Insgesamt waren in diesem Jahr 127 Teilnehmer mit 65 Forschungsprojekten zum Landeswettbewerb angetreten.

27.02.2007 Hamburg Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Laiq-Jan Saidi von der Gesamtschule Blankenese führte den Nachweis, dass die Luftverschmutzung am Elbhang infolge des Schiffsverkehrs auf der Elbe höher ist als in den dahinterliegenden Stadtteilen. Der 18-Jährige analysierte im Hamburger Westen flächendeckend das Wachstum von Flechten. In seiner Siegerarbeit im Fachgebiet Biologie konnte er so zeigen, dass die Luftqualität trotz der Schadstoffbelastung durch den Straßenverkehr im Hinterland besser ist.

Ebenfalls in Biologie erfolgreich war Hendrik Müller (17) vom Gymnasium Othmarschen. Er untersuchte die Enzymaktivitäten der Blutflüssigkeit von Miesmuscheln. Im Fachgebiet Arbeitswelt siegten Tobias Kühn (17), Jan Winter (18) und Ann Kathrin Bastian (18) vom Gymnasium Lohbrügge. Die Jungforscher überzeugten mit "Netcook", einem digitalen Kochbuch.

Im Fachgebiet Chemie präsentierte Zacharias Klußmann vom Hansa-Gymnasium Bergedorf einen selbstgebauten Hochofen. Der 16-Jährige zeigte, dass sich in seiner rund einen Meter hohen Anlage ohne großen technischen Aufwand Eisen gewinnen lässt. Ulrike Mohr vom Gymnasium Heidberg wurde bereits zum dritten Mal Landessiegerin im Fach Geo- und Raumwissenschaften. Die 19-Jährige überzeugte die Jury mit ihrer Laboranalyse des vulkanischen Bodens in der Ebene von Catania auf Sizilien.

Gibt es eine Ordnung beim Übergang ins Chaos?, fragte sich Matthias Brück (19) aus Schenefeld. In seiner preisgekrönten Physikarbeit untersuchte er das Strömungsverhalten von Flüssigkeiten und Gasen unter Zufuhr von Wärme. Dabei zeigte er anhand von Modellrechnungen, dass unter bestimmten Randbedingungen regelmäßige Strömungsmuster entstehen.

Die Beiersdorf AG ist in diesem Jahr auch Ausrichter des Jugend forscht Finales, das vom 17. bis 20. Mai 2007 in Hamburg stattfindet. Das Unternehmen veranstaltet den 42. Bundeswettbewerb gemeinsam mit der Stiftung Jugend forscht e. V..

Ansprechpartner


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden