Jungforscher überzeugen mit innovativen Projekten
Acht Jugendliche vertreten Mecklenburg-Vorpommern beim 41. Bundeswettbewerb Jugend forscht. Die jungen Wissenschaftler konnten sich gestern in Schwerin für das Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb qualifizieren. Insgesamt waren 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 40 Projekten beim Landesentscheid angetreten.
30.03.2006 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Im Fachgebiet Arbeitswelt siegten Jessica Maxam (19) und Sylvia Hermann (18) vom Gymnasium Reutershagen in Rostock. Die Jungforscherinnen zeigten, dass die Lese- und Rechtschreibschwäche von Kindern unter Umständen auf eine Winkelfehlsichtigkeit zurückzuführen ist. Mit Hilfe einer Prismabrille gelang es ihnen, die Sehfähigkeit und damit die Lernleistung zu verbessern. Dies konnten sie in mehreren Tests erfolgreich nachweisen.
Karl Wruck vom Innerstädtischen Gymnasium in Rostock überzeugte die Jury im Fachgebiet Technik mit dem Entwurf für ein neues Festspielhaus in der Hansestadt: Dieser sieht einerseits einen zweigeteilten Saal für Ballett-, Theater-, Opern- und Konzertaufführungen vor. Zum anderen plant der 18-Jährige die Betriebsräume in einem Hochhaus zusammenfassen, das er als markantes neues Gebäude in das Stadtbild der Hansestadt integrieren will.
Eine Arbeit zur "Akustik in Klassenräumen" brachte Christian Kohlen (17), Paul Schubert (17) und Dimitri Seboldt (18) vom Erasmus-Gymnasium in Rostock den Landessieg im Fachgebiet Physik. Die drei Schüler entwickelten ein Computerprogramm, mit dem sich nachweisen lässt, ob ein Raum die gesetzlichen Vorgaben für die Schallabsorption erfüllt. Darüber hinaus lässt sich damit auch der Materialaufwand für eine möglicherweise notwendige Nachrüstung errechnen.
Landessiegerin im Fachgebiet Mathematik/Informatik wurde Juliane Jäpel von der Jugenddorf-Christopherusschule in Rostock. In ihrem Projekt "Signalsuche – Ein Weg zur gezielteren Krankheitsbekämpfung" befasste sich die 18-Jährige mit Proteinsequenzen in bestimmten Zellen, deren Kenntnis für die Herstellung von Medikamenten von Bedeutung ist. Ebenfalls auf die Jugenddorf-Christopherusschule in Rostock geht Carolin Köhn (19). In ihrer prämierten Biologie-Arbeit "Krankheitsbild und Therapien bei Krebs am Bei-spiel eines T-Zell-Lymphoms" zeigte sie sehr umfassend verschiedene Therapiemöglichkeiten bei Krebserkrankungen auf.
Der 41. Bundeswettbewerb findet vom 18. bis 21. Mai 2006 in Freiburg statt – gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Sick AG.
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