Schulfrieden

Kabinett billigt Gesamtkonzept zur Umsetzung der Inklusion an Schulen

In Mecklenburg-Vorpommern sollen perspektivisch so viele Kinder und Jugendliche wie möglich eine Regelschule besuchen. Das Kabinett in Schwerin hat in dieser Woche die Vorschläge gebilligt, wie die Inklusion in den Schulen des Landes bis zum Jahr 2020 schrittweise umgesetzt werden kann.

08.10.2015 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

Im Rahmen des Schulfriedens hatten sich die Landesregierung und die Spitzen der Landtagsfraktionen von SPD, CDU und DIE LINKE auf einen Kompromiss verständigt. Über das Gesamtkonzept zur Umsetzung der Inklusion in den Schulen soll abschließend der Landtag entscheiden.

"Mit dem fraktionsübergreifenden Konsens wird es uns erstmals in der Geschichte des Landes möglich sein, Grundsätze der inklusiven Bildung über Wahlperioden hinweg zu gewährleisten", bekräftigte Bildungsminister Mathias Brodkorb. "Ich danke den Fraktionen für ihre Bereitschaft, das Gesamtkonzept mitzutragen. Insbesondere den bildungspolitischen Sprechern danke ich für ihre konstruktive Mitarbeit in einem intensiven und langen Abstimmungsprozess", sagte Brodkorb. Mit dem Gesamtkonzept schaffe das Land eine gute Basis, wie das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigungen möglich werde.

Das Gesamtkonzept zur Umsetzung der Inklusion sieht vor, dass bis 2020 schrittweise 200 Stellen an den Schulen zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Hinzu kommen etwa 40 Stellen, die mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert werden. Die ESF-finanzierten Stellen sollen nach 2020 verstetigt werden. Zwischen 2016 bis 2020 sollen insgesamt mindestens 15. Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung stehen, um bauliche oder technische Investitionen an Schulen zu finanzieren.

Das Gesamtkonzept zur Umsetzung der Inklusion im Bildungssystem bis 2020 steht im Internet zum Download bereit unter: www.bm.regierung-mv.de


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